Glauben heißt nicht einfach Glauben

„Das kann man nicht verstehen. Das muss man einfach glauben…“ – dieser Satz hat mich immer schon geärgert. Besonders damals, als ich im Teenager-Alter anfing, mich mit dem christlichen Glauben auseinander zu setzen. Ich hatte viele kritische Fragen und war für glaubende Gesprächspartner wohl nicht immer ein bequemes Gegenüber. Manchmal, wenn jemand nicht mehr weiter wusste, kam dann dieser Satz: „Das kann man nicht verstehen. Das muss man einfach glauben…“

Ich muss gestehen: Wenn mir jemand nahelegt, mein Verstehen aufzugeben und stattdessen einfach zu akzeptieren, was er sagt, dann werde ich allergisch, bis heute.

Denn der christliche Glaube ist kein passives Unterwerfen unter religiöse Regeln wider besseres Wissen. Auch wenn ich als Geschöpf meinen Schöpfer mit meinen zwei bis drei Pfund grauer Masse zwischen den Ohren am Ende doch nur bruchstückhaft erkennen kann – christlicher Glaube ist aktives Gottvertrauen!

Daran erinnert der Apostel Paulus, wenn er an die Gemeinde in Thessaloniki schreibt: Prüft alles und das Gute behaltet.

Wer glaubt, gibt sein Gehirn eben nicht an der Garderobe ab. Sondern fragt aktiv und bewusst, nach bestem Wissen und Gewissen und mit Offenheit für das übernatürlich Reden Gottes.

Ich lade Sie ein, heute ganz neu, aktiv und bewusst nach Gottes Reden in Ihrem Leben zu fragen. Seien Sie gespannt, welche Entdeckungen sie machen werden!

 

(erschienen in der Sendereihe Anstoß bei ERF Plus)

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