Wer darf rein? Wer wird aufgenommen? Wer gehört dazu?

Die Diskussion über diese Fragen wird wohl noch länger Politik prägen, in der Frage von Asyl, Einwanderung und der Aufnahme von Flüchtlingen. Ich möchte hier gar nicht auf Politik eingehen, nein, ich bin auf etwas anderes aus, nämlich auf eine menschliche Eigenart, das Aufstellen von „drin“ und „draußen“.

Das fängt schon auf dem Schulhof an, in einer Kinderbande, in der Jugendclique. Jeder Verein muss darüber entscheiden, wen er aufnimmt. Wie man Mitglied wird. Was man dafür mitzubringen und vorzuweisen hat.

Wer darf rein? Wer wird aufgenommen? Wer gehört dazu?

Sogar Gott hat diese Frage beantwortet, wen er aufnimmt in seine Nähe, in seine Familie, in sein „heiliges Volk“, wie das in der Bibel genannt wird. Dabei geht es um viel mehr als um eine Duldung oder eine Staatsbürgerschaft. Nein, es geht’s um’s Ganze, um dieses Leben und alles, was danach kommt.

Wer darf rein? Wer wird aufgenommen? Wer gehört dazu? Wie ist das nun bei Gott?

Im Neuen Testament lese ich dazu:

Gott hat uns gerettet und dazu berufen, zu seinem heiligen Volk zu gehören. Und das hat er nicht etwa deshalb getan, weil wir es durch entsprechende Leistungen verdient hätten, sondern aufgrund seiner eigenen freien Entscheidung. Schon vor aller Zeit war es sein Plan gewesen, uns durch Jesus Christus seine Gnade zu schenken.

Gott schenkt Gnade. Ohne Gegenleistung. Weil er sich dafür entschieden hat. In Gottes Familie gilt also: Jeder Mensch, der auf diese Gnade Gottes vertraut, der kann rein. Der wird aufgenommen. Der gehört dazu. Keine Diskussion.

 

(erschienen in der Sendereihe Anstoß bei ERF Plus)