Kategorie: Jesus // Inspiration

Glauben heißt nicht einfach Glauben

„Das kann man nicht verstehen. Das muss man einfach glauben…“ – dieser Satz hat mich immer schon geärgert. Besonders damals, als ich im Teenager-Alter anfing, mich mit dem christlichen Glauben auseinander zu setzen. Ich hatte viele kritische Fragen und war für glaubende Gesprächspartner wohl nicht immer ein bequemes Gegenüber. Manchmal, wenn jemand nicht mehr weiter wusste, kam dann dieser Satz: „Das kann man nicht verstehen. Das muss man einfach glauben…“

Ich muss gestehen: Wenn mir jemand nahelegt, mein Verstehen aufzugeben und stattdessen einfach zu akzeptieren, was er sagt, dann werde ich allergisch, bis heute.

Denn der christliche Glaube ist kein passives Unterwerfen unter religiöse Regeln wider besseres Wissen. Auch wenn ich als Geschöpf meinen Schöpfer mit meinen zwei bis drei Pfund grauer Masse zwischen den Ohren am Ende doch nur bruchstückhaft erkennen kann – christlicher Glaube ist aktives Gottvertrauen!

Daran erinnert der Apostel Paulus, wenn er an die Gemeinde in Thessaloniki schreibt: Prüft alles und das Gute behaltet.

Wer glaubt, gibt sein Gehirn eben nicht an der Garderobe ab. Sondern fragt aktiv und bewusst, nach bestem Wissen und Gewissen und mit Offenheit für das übernatürlich Reden Gottes.

Ich lade Sie ein, heute ganz neu, aktiv und bewusst nach Gottes Reden in Ihrem Leben zu fragen. Seien Sie gespannt, welche Entdeckungen sie machen werden!

 

(erschienen in der Sendereihe Anstoß bei ERF Plus)

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Gott sehen

Während meines Studiums habe ich eine Zeit lang in einer Wohngemeinschaft gelebt. Einmal hatte ich einen Mitbewohner, dessen Zimmer das reinste Chaos war – Bücher, Essensreste, Möbel, die er vom Sperrmüll geholt hatte.

Dieses Durcheinander war ein Spiegelbild seines Inneren. Selbst bei kleinen Entscheidungen war er zwischen Für und Wider hin- und hergerissen. Harmlose Kommentare seiner Mitstudenten ließen ihn tagelang grübeln, wie sie wirklich gemeint sein könnten. Und wenn sich jemand für ihn einsetzte, erkannte er das vor lauter Gedankenwirrwarr oft nicht.

So geht es uns Menschen manchmal mit Gott: Unsere Gedanken und Motive sind ein solches Durcheinander, dass wir Gott kaum noch erkennen können. Wir sind so beschäftigt und gefangen in uns selbst, dass Gottes Güte und seine Wirkung in dieser Welt für uns unerkennbar bleibt. Glücklich macht das nicht. Aber wir sind auch nicht zum Unglücklichsein verdammt.  Jesus hat einmal gesagt:

Glücklich sind, die ein reines Herz haben, denn sie werden Gott sehen.

Ein „reines Herz“, das klingt etwas altmodisch, ist  aber absolut erstrebenswert: Eine aufgeräumte Seele. Klarheit in Gedanken. Aufrichtigkeit in den Motiven. Gutes gut finden und Abstand zu dem halten, was belastet und zerstört.

Je aufgeräumter meine Seele ist, desto klarer ist mein Blick auf Gottes Wesen und Wirklichkeit. Und das macht glücklich. Sagt Jesus – und ist meine Erfahrung. Probieren Sie’s aus!

 

(erschienen in der Sendereihe Anstoß bei ERF Plus)

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Bibel? Ganz normal.

Wissen Sie, was ich an der Bibel unter anderem schätze? Dass sie Gottes Wort an seine Menschen umfasst und gleichzeitig ganz… normal ist. Wirklich, ich finde das faszinierend: In den Seiten der Bibel ist die große Geschichte Gottes mit dieser Welt niedergelegt – und mittendrin, zwischendurch, finden sich immer wieder ganz normale Menschen mit ganz normalen Sorgen.

Zum Beispiel im Alten Testament, im  1. Buch Samuel Kapitel 17. Israel befindet sich im Krieg mit den Philistern, und dem israelischen Heer  steht ein Riese gegenüber – Goliath. Die Israeliten zittern vor Angst, auch die älteren Brüder des späteren König Davids, die sich für diesen Kampf gerüstet haben. Nur der Jüngste ist noch zu Hause, David.

Mitten in der Beschreibung dieser Schlacht findet sich das Normale: Davids Vater Isai macht sich Sorgen um seine Jungs an der Front. So wie es alle Eltern in allen Kriegen zu allen Zeiten tun. Und da es damals noch keine Post und kein Satellitentelefon gibt, schickt er den Jüngsten los, um zu hören, ob sie noch am Leben sind:

Isai sprach zu David: Sieh nach deinen Brüdern, ob’s ihnen gut geht!

Ein einfacher Satz. Ein Satz, in dem es um die Sorge eines liebenden Vaters um seine Söhne an der Front geht. Ganz normal eben.

Isai, der Vater Davids, steht in dieser Normalität keineswegs alleine da, sondern in einer Reihe mit vielen Männern und Frauen der Bibel. So faszinierend und ungewöhnlich diese das Handeln Gottes erfahren haben, so normal sind sie doch als Menschen. Mit allen Höhen und Tiefen, mit Stärken und Schwächen, mit Licht und Schatten.

Mir macht das Mut. Denn wenn Gott mitten in ihrer Normalität auftaucht und seine Geschichte schreibt – dann kann er das mit mir heute auch.

 

(erschienen in der Sendereihe Anstoß bei ERF Plus)

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