Kategorie: Jesus // Inspiration

Das Massaker in der Kirche – und Gott?

Am Morgen des 5. November betritt ein bewaffneter Mann die First Baptist Church in der amerikanischen Kleinstadt Sutherland Springs. Mit einem Sturmgewehr feuert er auf die Christen, die gerade Gottesdienst feiern. 26 Menschen sterben. Männer, Frauen, Kinder.

Wie hat sich die Tat genau abgespielt? Was war das Motiv des Schützen? Wie kann man so etwas künftig verhindern? Was ist los mit den USA? Und: Wo ist Gott? (mehr …)

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Sorgen – die gottlose Simulation

Auch wenn ich Sie nicht kenne, auch wenn wir uns nie getroffen haben, weiß ich doch eins über Sie – Sie machen sich Sorgen. Worüber Sie sich Sorgen machen, das ist Ihre Sache. Vielleicht über Ihre Kinder. Über Ihren Job. Über Ihr Ansehen. Oder Ihre Gesundheit. Aber Sorgen – die machen Sie sich sicherlich.

Sorgen sind eine der universellen Tatsachen des Lebens. Sorgen kennen Menschen aus allen Sprachen, Ländern und Kulturen. Junge wie Alte, Arme wie Reiche. Die Mechanismen, mit Sorgen umzugehen, mögen individuell verschieden sein – aber sich Sorgen machen, das tun wir alle als denkende Wesen.

Denn Sorgen setzt das Denken geradezu voraus. Der Mensch ist als einziges Geschöpf zu gedanklichen Zeitreisen in der Lage. Wir können uns bewusst vorstellen, wie unsere Zukunft aussehen könnte. Und genau das ist die Quelle der Sorgen. Sorgen sind eine Simulation. Sie sind der gedankliche Versuch, die noch unbekannte Zukunft in den Griff zu kriegen, zu kontrollieren, eine passende Reaktion für jedes denkbare zukünftige Szenario zu finden, bevor es stattfindet.

Und da die Zukunft ein Land  zahlloser unentdeckter Möglichkeiten ist, ist dieser Versuch  von vornherein zum Scheitern verurteilt. Und immer eine Erfahrung, die mich unbefriedigt, frustriert oder gar verängstigt zurücklässt.

Als Christ sage ich: Sorgen sind nicht nur einfach eine Simulation. Sie sind auch eine gottlose Simulation. Testfrage: In welchen Ihrer gedanklichen Sorgengebäude kommt Gottes Hilfe und Eingreifen vor? In keinem, oder? Da haben Sie’s.

Wenn es nun aber Gott doch wirklich gibt, und seine Existenz die wichtigste und entscheidende Tatsache des Lebens ist, dann kann alles Sorgen doch nur in die Irre führen. Weil Sorgen automatisch von einer Welt ohne Gott ausgeht. Ich glaube, das ist der Grund, warum Jesus Menschen Mut gemacht hat, mit dem Sorgen aufzuhören. Weil sie keine Kraft haben, die Wirklichkeit zu verändern. Weil sie die Wirklichkeit Gottes systematisch ausblenden. Sorgen sind eine untaugliche, gottlose Simulation für eine Zukunft, die es ziemlich sicher niemals geben wird.

Die bessere Alternative zum Sorgen?

Legen wir unsere unbekannte Zukunft in die Hände eines bekannten Gottes. Ich habe die Erfahrung gemacht: Das muss man immer wieder üben. Üben Sie mit mir?

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Weg zur Gewissheit

Warum, Herr, bist du so fern, warum verbirgst du dich in Zeiten der Not? 

Haben Sie schon mal so gebetet? Sich getraut, so zu beten? So direkt und ehrlich?

Warum, Herr, bist du so fern, warum verbirgst du dich in Zeiten der Not? 

Diese direkte und ehrliche Frage an Gott ist der Einstieg in ein Gebet, das uns in der Bibel in Psalm 10 überliefert ist. Und wer diesen Psalm ganz liest, stellt fest: Der Beter fällt Gott gleich am Anfang mit seiner Not ins Haus. Keine unterwürfige Anrede, kein gedrechseltes Geschmeichel, nein – der Beter kommt gleich zur Sache: Gott, warum spüre ich dich nicht, warum bist du so weit weg, warum greifst du nicht ein…?

Und dann klagt er Gott seine ganze verzweifelte Lage. Wie arrogante und mächtige Leute ihre Mitmenschen unterdrücken. Wie Wehrlose zu Opfern werden, ohne dass es jemanden groß zu kümmern scheint. Psalm 10 könnte direkt ein Echo auf die heutigen Nachrichten sein .

Das Gebet endet schließlich in der festen Gewissheit, dass Gott am Ende zugunsten der Unterdrückten eingreifen wird. Dass dem Bösen das Handwerk gelegt werden wird. Dass das Recht siegen wird.

Psalm 10 ist ein Weg hin zu dieser Gewissheit. Und dieser Weg beginnt mit Direktheit und Ehrlichkeit Gott gegenüber:

Warum, Herr, bist du so fern, warum verbirgst du dich in Zeiten der Not? 

Ich weiß nicht, in welcher Lage Sie heute stecken. Aber ich möchte Ihnen Mut machen: Trauen Sie sich, Gott in einem Gebet direkt und ehrlich darauf anzusprechen. Vielleicht beginnt damit ein Weg, der Sie zu einer ganz neuen, festen Gewissheit führt!

 

(erschienen in der Sendereihe Anstoß bei ERF Plus)

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