Verleih deine Stimme

Wahre Sätze haben oft viele Väter. Der hier zum Beispiel: „Der Wert einer Gesellschaft bemisst sich daran, wie sie mit ihren Schwachen umgeht.“ Viele haben diesen Satz gesagt. Wer ihn zuerst gesagt hat, ist so unklar wie unwichtig – denn jedem leuchtet das Prinzip sofort ein: Je stärker das Gefälle ist zwischen denen, die sich durchsetzen, und denen, die das nicht schaffen, desto schwächer ist der Zusammenhalt.

Ja, das ist einleuchtend. Aber Menschen handeln oft anders. Ist es nicht genau das, was Eltern ihren Kindern oft schon im Grundschulalter beibringen? Oder was in Karriererategeber den Lesern empfohlen wird? Du musst stark sein, dich durchsetzen, den Mund aufmachen, die eigenen Interessen vertreten? (mehr …)

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Das übersehene Wunder

Heute morgen ist ein Wunder passiert. Gestern morgen übrigens auch, dasselbe. Und ich habe es einfach übersehen. Was dieses Wunder sein soll? Dasselbe, das König David erlebt hat, der aus dem Alten Testament. In Psalm 3 Vers 6 formuliert er:

Ich liege und schlafe und erwache; denn der HERR hält mich.

Ganz simpel:

Ich liege und schlafe und erwache; denn der HERR hält mich.

Als David diese Worte aufschrieb, war er seit Wochen umringt von Gegnern, Kritikern und Feinden. Grund genug, vor Sorgen schlecht zu schlafen. Aber David entdeckt: Ich darf mein Schicksal abends in Gottes Hand legen! Und dann kann ich meinem Gott vertrauen und getrost einschlafen.

Das ist ein Wunder, auch heute, jeden Tag: Ich liege und schlafe und erwache – und mein Herz schlägt immer noch. Kein Erdrutsch hat mein Haus über Nacht weggerrissen, keine Bürgerkriegsmiliz ist in mein Dorf eingefallen, keins meiner Kinder ist verhungert, keine Seuche ist in meinem Land ausgebrochen. Es gibt genug Menschen auf der Welt, die all das erleben. Dass ich das nicht erlebe – das habe ich mir nicht erarbeitet und nicht verdient. Es ist ein Geschenk von Gott, der mich hält.

Ich will versuchen, morgen früh dankbarer aufzustehen.

(erschienen in der Sendereihe Anstoß bei ERF Plus)

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