Gottes Video-Breitseite

Neulich habe ich mit Kollegen innerhalb weniger Stunden rund 30 Videoberichte gesichtet über Menschen, deren Leben von Gott verändert wurde. Jede Geschichte war nicht länger als fünf bis sechs Minuten – aber ich bin aus dem Staunen nicht mehr herausgekommen:

Normaleweise bekomme ich Lebensveränderung bei anderen Menschen nur bruchstückhaft mit, meist verteilt über einen längeren Zeitraum. Monate, meist Jahre. Aber diese göttliche Breitseite aus Videos hat mich unglaublich fasziniert: Jeder Mensch ist anders, jede Lebensgeschichte ist in ihren Höhen und Tiefen einzigartig, jeder lernt Gott auf eine ganz eigene Art und Weise kennen.

Und doch ist es immer der gleiche Gott, die gleiche Gnade, die gleiche Kraft, Leben zu verändern. Sehr beeindruckend. Ich wünsche mir, in den ersten hundert Jahren im Himmel solche Geschichten aus allen Jahrhunderten nachzuerleben. Und Gott darüber anzubeten.

Vielleicht können wir heute schon ein kleines bisschen damit anfangen…?

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Organic Community

Wie erzeugt/begünstigt/fördert man eine echte Gemeinschaft?

Habe dazu gerade Organic Community von Joseph R. Myers zu Ende gelesen. Der Autor stellt systematisch zwei Ansätze für Gemeindearbeit gegenüber: Den „Master Plan“-Ansatz aus der Business-Welt („Wie kriege ich die Leute dazu, bei meinem Programm mitzumachen“) und den „Organische Gemeinschaft“-Ansatz aus dem neutestamentlichen Gemeindeverständnis („Wie schaffe ich eine Gemeindekultur, in der echte Gemeinschaft von alleine wächst“).

Myers wirft dabei Schlaglichter auf Themenfelder wie Macht, Entscheidungen, Teamarbeit, Beteiligung oder Wachstum – und zeigt, warum der „organische“ Ansatz für echte Menschen in einer echten Gemeinschaft besser funktioniert und gelassener gelebt werden kann. Ohne damit eine neue „Zauberformel“ für Erfolge zu präsentieren.

Auch wenn man vielleicht nicht alle von Myers‘ Gedankengängen nachvollziehbar findet: Das Buch ist ein lohnenswerter Impuls, die eigene Gemeinde- (oder Firmenkultur) aus einem ganz neuen Blickwinkel unter die Lupe zu nehmen.

Und das eine oder andere Abenteuer zu riskieren…

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Leiter-Latte

In den meisten Unternehmen und Organisationen gibt es sie: Zieldefinitionen. Was wollen wir erreichen? Wo wollen wir stehen in ein, zwei, fünf Jahren? Und es ist die Aufgabe von Leitern, die Latte für ihre Mitarbeiter auf die entsprechende Höhe zu legen.

Aber wer legt eigentlich die Latte für die Leiter selber auf? Wer steckt ihre Ziele?

In jeder komplexen Organisation gibt es eine Hierarchie, wo Leiter ihrerseits Ziele vorgegeben bekommen. Und doch steckt in jedem echten Leiter eine innere Motivation, sich selber die Latte höher zu legen. Leiter lassen sich ihre Standards nicht einfach von außen oder von oben setzen – sie setzen ihre Standards selber. Echte Leiter haben höhere Erwartungen an sich selber, als andere sie an den Leiter haben.  Deshalb sind Leiter nicht einfach nur deshalb zufrieden, weil andere mit ihnen zufrieden sind.

Wo gebe ich mich damit zufrieden, einfach nur den Erwartungen anderer zu entsprechen? Und wo ist es dran, mir selber die Latte selber höher legen?

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