Kann Gott tanzen?

Beeindruckendes Interview und Tanz-Performance mit der ehemaligen Leiterin des „Dance Ministry“gesehen. Früher waren Malerei, Musik, … Kunst ganz allgemein vor allem auch Ausdruck vom Lob Gottes und Kommunikationsmittel für Theologie.

Was ist da heute eigentlich gekippt? Warum gibt es so tief in vielen Christen und Gemeinden einen Reflex, sich von künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten möglichst entschieden abzugrenzen anstatt Kunst und künstlerische Gaben wiederzuentdecken und für Gottes Ziele einzusetzen, ihr seine Stimme zu verleihen?

Mehr

Gottes Spiegel

Langer Vortrag heute nachmittag von Nancy Ortberg über geistliche Gaben. Sehr kompakt, sehr viel Information – und trotzdem irgendwie anders als die üblichen Abhandlungen über Gottes Dienstgeschenke an seine Gemeinde…. Nancy zieht engagiert gegen den christlichen Mythos zu Felde, „wir müssten das Gegenteil von dem tun was uns Spaß macht, um im Zentrum des Willens Gottes zu sein“.

Habe mich schon viel mit dem Thema „Geistesgaben“ auseinandergesetzt, aber irgendwie ist mir neu klar geworden: Geistesgaben sind nicht nur ein nettes „Giveaway“ von Gott, sondern wir müssen wir für ihren Einsatz (oder Nicht-Einsatz) eines Tages persönlich Rechenschaft vor ihm ablegen. Wir haben nur eine begrenzte Anzahl „Ja“’s in unserem Leben – und jedesmal wenn wir „Ja“ zu einem Bereich sagen, für den wir gar nicht begabt sind, sagen wir „Nein“ zu den Gaben, die Gott uns wirklich anvertraut hat.

Jede Geistesgabe ist immer auch ein Stück Spiegel von Gottes Wesen, und er hat Freude daran, wenn wir sie einsetzen. Um es mit Nancy zu sagen:

„Using our spirtual gift connects us to the pleasure of God. Never underestimate someone operating out of his (or her) spiritual gift…“

Mehr

Wenn Gott zur Last wird

Sie tauscht mit zehn Jahren ihre Ballettschuhe gegen eine Flöte, und lebt jahrzehntelang für die Erwartungen anderer – alles um einem hartherzigen und verlangendem Gott zu gefallen. Die Geschichte von Lynn Hybels ist wohl die Geschichte ganz vieler Menschen, Frauen wie Männern: Sie versucht, alles richtig zu machen – und folgt dabei in Wahrheit einem Drehbuch aus ihrer Kindheit. Einem Drehbuch der Machtlosigkeit. Immer will sie ein „braves Mädchen“ sein – und lebt dabei an ihrer Berufung vorbei, eine „gute Frau“ Gottes zu werden.

Ihr Konflikt: „I cannot face the future if it’s just a repetition of the past… is there a God who does not suck the life out of his followers?“

Ich frage mich selbst: Egal ob reich oder arm, gesund oder krank, bekannt oder von Menschen abgeschrieben – macht mich mein Gott glücklich, oder ist er eine Last? Verschenke ich mich aus meinem wahren Selbst heraus an andere, das Gott bewusst so erschaffen hat? Sehe ich meine eigenen Gaben, Träume und Leidenschaft mit Wertschätzung an?

Und schließlich: Ermutige die Menschen in meinem Leben, das zu tun? Welche Opfer nehme ich dafür in Kauf?

Mehr