Heute so, morgen so

„Heute so, morgen so“ – manche Leute sind absolut wankelmütig. Sie wählen beim Italiener eine Pizza Vier Jahreszeiten, und ändern noch dreimal ihre Meinung, bevor der Kellner in der Küche angekommen ist. Sie entscheiden sich für einen Studiengang und haben bis zum vierten Semester bereits fünfmal das Fach gewechselt. Als Vorgesetzte beauftragen sie ihre Mitarbeiter kurz vor Feierabend mit einer Arbeit und haben es sich am nächsten Morgen bereits wieder anders überlegt.

Wankelmütige Leute sind anstrengend, finde ich. Können sie sich nicht mal entscheiden? Und dann bei dem bleiben, wofür sie sich entschieden haben? Im Zusammenleben und Zusammenarbeiten erzeugen wankelmütige Leuten um sich herum ständig neue Unklarheit und Unsicherheit. Kein Wunder, wenn man nie weiß, ob heute noch gilt, was er – oder sie – gestern noch wollte. Auf wankelmütige Leute kann man sich einfach nicht verlassen.

Gut, dass Gott anders ist. Nicht wankelmütig, sondern fest und klar in seinen Plänen und Absichten. In Psalm 33,11 formuliert es der Psalmdichter so:

Was der Herr will, gilt für immer, und was er beabsichtigt, steht für immer fest.

Was Gott will, das gilt. Was sich Gott vornimmt, davon weicht er nicht ab. Das bedeutet nicht, dass Gott die ganze Welt willenlos nach seiner Pfeife tanzen ließe. Gott ist kein Puppenspieler, und wir Menschen sind keine Marionetten. Aber es bedeutet, dass man sich auf Gott verlassen kann. Wenn er etwas verspricht, dann hält er es auch. Wenn er ein Ziel verfolgt, dann erreicht er es am Ende auch. Ganz sicher.

Gott ist eben nicht wankelmütig. Sondern „gestern so, heute so, und morgen immer noch so“. Darauf will ich mich heute verlassen.

(erschienen in der Sendereihe Anstoß bei ERF Plus)

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