Für mich persönlich die größte Überraschung und bisher der geistliche Höhepunkt des Willow-Kongresses: Kay Warren. Ohne Starallüren und mit großer Offenheit erzählt sie, wie Gott sie aus ihrer sauberen, sicheren, Vorstadt-Christlichkeit herausgerufen hat, um sie mit dem Leid und dem Leiden in dieser Welt zu konfrontieren. Kay sagt:

Es gibt 12 Millionen AIDS-Waisen auf der Welt. Ich kannte nich ein einziges Waisenkind. Wie kann das sein?

Kay beschreibt, was es in Wirklichkeit bedeutet, sein Kreuz auf sich zu nehmen und Jesus nachzufolgen. Sie hat erfahren:

God is not safe. But he is definitely good.

„Sein Kreuz auf sich nehmen“ – wie oft haben wir diese Formulierung vergeistlicht, entschärft, verniedlicht… für die Jünger damals war völlig klar, dass Jesus sie fragt: „Würdest du für mein Reich leiden und dein Leben lassen?“

Ich frage mich: Bin ich bereit, mein eigenes kleines Reich von Sicherheit, Berechenbarkeit und Komfort aufzugeben, um im Reich Gottes zu leben? Was ist die Grenze dessen, was Gott von mir verlangen darf? Stillen Konsum, Kommerz und Komfort den Hunger meiner Seele – oder habe ich mich an einen gefährlichen Gott ausgeliefert, der mich wirklich beunruhigt, und meine kleine ordentliche Welt ruiniert – für sein Reich, seine Menschen, seine Ehre?