Was sind wir Menschen doch seltsam drauf: Der deutsche „Todeskünstler“ Gregor Schneider will das echte Sterben eines echten Menschen als echtes Kunstobjekt präsentieren – und erhält angeblich Todesdrohungen (weil das Leben ja wertvoll ist). Amnesty International prangert mit einem Schocker-Video in britischen Kinos die vom US-Militär eingesetze Verhörmethode des Waterboarding an – und wir diskutieren ob das nicht zu schockierend sei (anstatt die Folter selber schockierend zu finden).

Wir verteidigen das Leben, in dem wir mit dem Tod drohen. Wir kritisieren den Warner und ignorieren den Skandal – manchmal frage ich mich, ob wir uns mit allem abfinden werden, so lange man uns nur in Ruhe lässt … wann werden wir endlich genau so gradlinig, den Menschen zugewandt und konsequent handeln wie Jesus?