Ohne Regen wird der Rasen braun – auch in der israelischen Küstenstadt Netanja. Künstlich bewässern wollen die Stadtväter angesichts einer Dürreperiode den Rasen auch nicht. Die Lösung: Lebensmittelfarbe. 40 Hektar Rasenfläche im Stadtgebiet sollen kurzerhand auf frisch gefärbt werden. Das ist vergleichsweise kostengünstig (nur 18.000 Euro) und auf den ersten Blick nicht von wirklich frischem gesunden Rasen zu unterscheiden.

Hauptsache Grün.

Einziger Nachteil: Bei näherer Betrachtung – oder vielmehr Besetzung – färbt die Lebensmittelfarbe auf Hosenböden und andere Kleidung ab. Deshalb sollen zunächst nur Verkehrsinseln und Straßenränder eingefärbt werden, auf denen meistens eh niemand sitzt.

Hauptsache die Optik stimmt, hoffentlich kommt niemand zu nahe und findet die Wahrheit raus, abfärbende Folgen von „mehr Schein als Sein“… die Assoziationen mit manchmal leider real existierenden Glaubens-, Lebens- und Gemeindestilen sind nahezu unerschöpflich.

Dabei ist Jesus immer hinter „innen gesund“ her – und nicht hinter „außen grün“…