Neulich auf einem Volksfest in unserer Stadt. Viele tausend Menschen, gute Stimmung. Und eine Frage in meinem Kopf: Warum treffe ich diese Menschen eigentlich nicht in unserer Gemeinde?

Und dann dämmert es mir: Egal wie qualitativ gut unsere Gottesdienste sind, egal wie niveauvoll unsere Predigten oder wie zeitgemäß unsere Musik und wie einladend unsere Website ist – das alles für sich genommen wird diese Menschen nicht in unsere Gemeinde bringen und dazu herausfordern, Jesus nachzufolgen.

Ich bin sehr für Qualität. Ich bin sehr dafür, Talente nicht zu verstolpern die Gott seinen Leuten mit auf den Weg gegeben hat. Ich bin sehr für einladende Gottesdienste und gute Gemeinde-Websites.

Aber die vielen tausend Menschen auf dem Volksfest sind keine anonyme, kirchenkritische, gottwiderspenstige Masse. Es sind meine Nachbarn, Kollegen, Mitschüler, Eltern die ich vom Elternabend her kenne, Vereinskollegen, Leute die uns in der Bäckerei Brötchen verkaufen. Wenn ich keine guten, ehrlichen, offenen Beziehungen zu den Menschen in meinem Leben baue – bei denen mein Glaube dann selbstverständlich Teil meiner Person ist – dann brauche ich auch keine missionarischen Strategien für unsere Gemeinde zu planen.

Oder um es mit einem Satz von Craig Groeschel zu sagen:

Wenn wir die Menschen erreichen wollen, die wir noch nie erreicht haben – dann müssen wir etwas tun, was wir noch nie getan haben.

Was tue ich diese Woche, das ich noch nie getan habe?