In einem Blog-Beitrag schreibt Pastor Mark Driscoll (Seattle) über eine wichtige Unterscheidung – der zwischen Mitgefühl und Verantwortung:

As a Christian, we should lovingly and sincerely have concern for many people and their many circumstances. Our hearts should ache for the pain and trouble that others experience in life. This concern should compel us to speak truth into their life, which can include everything from pointing out sin to giving wise counsel, and intercede for them before God in prayer.

Christen, so Driscoll,  sollten ein liebevolles und ernsthaftes Mitgefühl mit anderen Menschen haben. Mitweinen und Mittrauern und Mitleiden inklusive. Dieses Mitgefühl führt zu Fürbitte, Begleitung oder Ermahnung. Aber es ist nicht dasselbe wie Verantwortung:

Still, as a Christian we cannot take responsibility for everyone and everything for which we have concern. As finite beings, there is only so much we can do and we must discern whom God has called us to help and how God has called us to help them. When we take responsibility for people and things we ought not, we are sinning by taking off someone’s shoulders a load God has called them to carry and sinning against our own health, family, and priorities by offering to carry it for them.

Christen können nicht die Verantwortung für alles und jeden übernehmen, für den sie Mitgefühl empfinden. Wer für alle Nöte seiner Mitmenschen eine eigene Verantwortung übernimmt, verhindert dass jemand die Last trägt die Gott für diesen Menschen bestimmt hat. Und er sündigt gegen seine eigene Gesundheit, Familie und Prioritäten.

Eine Unterscheidung, die jeder Seelsorger wohl lernen muss. Und die allen gut tut, die nicht einfach an anderen vorbei leben wollen – aber vielleicht Angst davor haben, vereinnahmt zu werden und in den Erwartungen Anderer unterzugehen.