„Es ist notwendig“, sagt der Kopf. „Es macht aber nur am Anfang Spaß“, sagt die Lust. Es geht um das Planen von Zielen. Strategie. Aufgaben. Warum ist das so, und wie geht’s besser?

Am Anfang macht das Ziele planen tatsächlich Spaß (naja, zumindest den meisten Leuten): Man darf einfach drauflos träumen, alles ist möglich, die Gedanken durchstreifen das unentdeckte Land, das „Zukunft“ heißt. Aber dann kommt irgendwann die Fleißarbeit: Eine lange Liste von sinnvollen, erstrebenswerten, wertvollen Zielen muss abgewogen werden: Wofür wollen wir vor allem Zeit, Geld, Kraft, Ressourcen investieren – und wofür weniger? Und diese Zielplanung muss immer wieder angeschaut und angepasst werden. Und man muss irgendwie auf Dauer den Überblick behalten, welches Ziel man schon wie weit umgesetzt hat, um notfalls Kurskorrekturen vorzunehmen.

Diese drei Dinge – priorisieren, aktualisieren, überwachen – sind nachhaltig wichtig, damit Zielplanung wirklich funkioniert. Wer beim „Schön dass wir mal ein Brainstorming hatten“ stehen bleibt, kann sich das Ganze eigentlich auch sparen. Aber genau diese drei Dinge machen keinen Spaß. Und nicht zuletzt deshalb tendieren Leiter dazu, an der Zielplanung nicht dranzubleiben, sondern die Wegplanung für das unentdeckte Land beiseite zu legen und lieber das Segel so zu setzen, wie dem Kapitän gerade zumute ist. Oder woher der Wind halt gerade weht. Oder wonach die Mannschaft verlangt. Das wird dann auch eine spannende  Reise, aber auch schnell zur Odysee.

Wenn man also schon nicht auf die unbequemen Aspekte von Zielplanung verzichten kann (priorisieren, aktualisieren, überwachen) – kann man dann etwas dafür tun, dass sie wenigstens Spaß machen?

Vielleicht ja – zum Beispiel mit dem Tool Goalscape, bei dem Ziele in einem Diagramm mit konzentrischen Ringen visualisiert werden. Der Vorteil: Prioritäten sind sofort einsichtig durch die Größe eines Kreissegments, das Abwägen von Zielen gegeneinander wird von Anfang an erzwungen (der Kreis ist limitiert 360 Grad so wie die Ressourcen einer Organisation oder eines Teams limitiert sind). Alles lässt sich mit ein, zwei Mausklicks leicht aktualisieren. Und man kann man sehr leicht mitverfolgen, wie weit man bei der Umsetzung welcher Ziele bereits gekommen ist, und was das für das Gesamtbild bedeutet.

Goalscape gibt es als Software as a service für den Webbrowser, als Anwendung zum Installieren auf Mac/PC und auch als iPhone-App. Ich weiß noch nicht, ob Goalscape „mein“ Zielplanungstool wird – aber priorisieren, aktualisieren und überwachen von geplanten Zielen könnte damit tatsächlich dramatisch mehr Spaß machen als mit endlosen To Do-Listen oder komplizierten Excel-Tabellen.

Und so arbeitet es sich mit Goalscape: