Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte.

Das steht auf den ersten Seiten der Bibel, in der Erzählung vom Anfang, von Gott und dem Menschen und dem Paradies (1. Mose 2,15). Wie so oft staune ich auch hier, wie die Bibel viel Bedeutung in wenige Worte verpackt.

Gott nahm den Menschen… das bedeutet: Der Schöpfer lässt seine Geschöpfe nicht allein in der Welt zurück. Er sucht den Kontakt. Er verfolgt einen Plan. Er geht absichtsvoll mit seinen Menschen um. Auch mit mir.

Gott nahm den Menschen… und setzte ihn in den Garten Eden… Gott setzt Menschen bewusst ein, an einen bestimmten Ort. Ich glaube, es ist kein Zufall, wo ich im Leben lande. Gott füllt keine Lücken mit irgendjemanden, den er gerade finden kann. Er nimmt mich, und er weist mir einen Platz zuh. Ganz bewusst.

Gott nahm den Menschen…und setzte ihn in den Garten Eden… dass er ihn bebaute und bewahrte… Wir Menschen sind genommen und gesetzt, um zu bebauen und zu bewahren. Gott hat ein großes Vertrauen zu uns, das zu gestalten und zu schützen, was er ins Leben gerufen hat und was eigentlich ihm gehört.

Nun ist unser Leben selten ein Garten Eden. Nicht alles, was wir tun und erleben, ist von Gott so beabsichtigt. Aber gerade in schweren Zeiten gibt es mir Hoffnung und Würde, das zu wissen: Ich bin von Gott genommen. Ich bin von Gott gesetzt. Gott vertraut mir, zu bebauen und bewahren.

Und ich glaube, das gilt für Sie genauso.

 

(erschienen in der Sendereihe Anstoß bei ERF Plus)