In der Todeszelle. Noch eine halbe Stunde bis zur Hinrichtung. Bis zum letzten Atemzug hofft der Verurteilte darauf, dass sein Gnadengesuch erhört wird.

Alljährlich werden 1.000 zum Tod verurteilte Menschen hingerichtet. Das sind nur die offiziellen Statistiken, manche Regierungen veröffentlichen die Zahl ihrer Todesurteile nicht einmal.

Die berühmteste Hinrichtung der Weltgeschichte ist dagegen gut dokumentiert. Sie fand vor 2.000 Jahren statt, vor den Toren Jerusalems. Drei Kreuze, drei Todeskandidaten. Darunter zwei Verbrecher und mittendrin: Jesus Christus, der Sohn Gottes. Ein letztes Gespräch zwischen den drei Gekreuzigten (Lukas 23, 42-43):

Einer der Übeltäter, die am Kreuz hingen, sprach: … Wir empfangen, was unsre Taten verdienen; dieser aber hat nichts Unrechtes getan. Jesus, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst! Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.

Ein letztes Schuldbekenntnis: „Wir empfangen, was unsere Taten verdienen“. Und ein letztes Glaubensbekenntnis: „Jesus, du stirbst hier neben mir ohne jede Schuld. Gedenke an mich, wenn du deine Herrschaft antrittst!“

Und dann – eine Gnadenzusage von Jesus: Heute wirst du mit mir im Paradies sein! Selbst wenn es für dich keine Hoffnung mehr in diesem Leben gibt – das Leben nach dem Tod, das eigentliche, herrliche, gottgeschenkte Leben – das wirst du an meiner Seite verbringen!

Ein Hoffnungszeichen inmitten dieser grausamen Szene. Hoffnung für den Übeltäter nebenan. Hoffnung für alle, die Jesus vertrauen. Hoffnung für mich und auch für Sie. Wenn wir das wollen und seine Gnade suchen.

 

(erschienen in der Sendereihe Anstoß bei ERF Plus)