Woher weiß ich eigentlich, dass es Gott wirklich gibt? Dass er in meinen Alltag hinein wirkt?

Hinter solchen Fragen steht eine klare Erwartung: Wenn es Gott wirklich gibt – den Gott, von dem ich in der Bibel lese und von dem die Christen reden – dann ist das keine Theorie. Dann muss das einen spürbaren Unterschied in meinem Leben machen. Vielleicht nicht in jedem Alltagsmoment. Aber wenn es Gott wirklich gibt, dann muss die Begegnung mit ihm das Zeug dazu haben, ein Stück meiner Welt auf den Kopf zu stellen.

Vielleicht finden Sie diese Erwartung überzogen. Aber sie ist nicht neu. Da gab es zum Beispiel vor 2.000 Jahren eine Gruppe von Menschen, die sich danach sehnten, Gottes Wirken zu erleben. Eines Tages trafen sie Jesus. Sie erlebten wie er redet, wie er handelt, und sie fragten sich: Hören wir hier Gott reden? Sehen wir hier Gott handeln?

Sie fragten Jesus auf den Kopf zu – und bekamen von ihm die klare Antwort, die Auge aufzumachen: Blinde sehen, Lahme gehen, Aussätzige werden geheilt, Taube hören, Tote werden auferweckt, und den Armen wird Gottes gute Botschaft verkündet. (Matthäus 11,5)

Macht die Augen auf, sagt Jesus: Ich stelle eure Welt auf den Kopf. Aus Blindheit wird Sehen, aus Krankheit wird Heilung, aus Sterben wird Leben, aus Armut wird Hoffnung!

Klar – Gott ist heute nicht als anfassbarer Mensch auf dieser Erde unterwegs. Aber auch heute noch stellt er meine Welt auf den Kopf. Nicht jeden Tag, aber immer wieder. Nicht weniger will ich von diesem Gott erwarten – auch heute.

(erschienen in der Sendereihe Anstoß bei ERF Plus)