Kategorie: ERF // Mission

Sicherheit in Krisenzeiten

Wo liegt deine und meine Sicherheit in diesen Tagen?

Im Alten Testament lese ich dazu das Versprechen Gottes (Jesaja 41,13):

Denn ich bin der Herr, dein Gott, der deine rechte Hand fasst und zu dir spricht: Fürchte dich nicht, ich helfe dir!

Wie dieser Gott ist – jetzt, heute, für mich – umschreibt Sarah Young in Ihrem Buch Jesus Calling so:

This is a time in your life when you must learn to let go: of loved ones, of possessions, of control. In order to let go of something that is precious to you, you need to rest in My Presence, where you are complete … You can feel secure, even in the midst of cataclysmic changes, through awareness of My continual Presence. The One who never leaves you is the same One who never changes: I am the same yesterday, today, and forever. As you release more and more things into My care, remember that I never let go of your hand. Herein lies your security, which no one and no circumstance can take from you.


Zu Deutsch:

Dies ist eine Zeit in deinem Leben, in der du lernen musst, loszulassen: Geliebte Menschen, Besitz, Kontrolle. Du kannst nur dann etwas Wertvolles loslassen, wenn du meiner Gegenwart gewiss bist, in der du als Person ganz bist und vollständig … du kannst dich sogar inmitten gravierender Umwälzungen sicher aufgehoben wissen, indem du dir meine ununterbrochene Gegenwart bewusst machst. Der Eine, der dich nie verlässt, ist der Eine, der sich nicht verändert: Ich bin derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit. Und während Du mir innerlich nach und nach anvertraust, was dir wertvoll ist, vergiss nicht: Ich lasse deine Hand niemals los. Darin liegt deine Sicherheit, die dir keine Menschen und keine Umstände nehmen können.

Wir alle müssen zur Zeit vermehrt Abstand halten zu anderen Menschen. Aber nicht zu Gott.

Wer an seiner Hand geht, erfährt tiefe Sicherheit – auch in Krisenzeiten.

Mehr: Hoffnung in Zeiten von Corona

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Streitkultur und Corona-Krise

„Zeit für eine neue Streitkultur“ – so heißt die Kampagne, die wir vor 14 Tagen bei ERF Medien gestartet haben. Mittlerweile haben sich rund 2.800 Menschen als Unterzeichner unserer Online-Petition hinter dieses Anlagen gestellt.

Deutschland und die umliegenden Länder fahren in diesen Tagen das öffentliche Leben herunter, um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und die besonders Gefährdeten unter uns zu schützen. In vielen Medien ist „Corona“ Thema Nummer eins. Ist das Thema „Streitkultur“ da überhaupt noch relevant? Wir sagen: Nein und Ja.

Natürlich stehen viele Menschen, Arbeitnehmer, Vereine, Kirchengemeinden und Arbeitgeber in diesen Tagen vor der Herausforderung, den eigenen Alltag in einer unerwarteten und sich dynamisch entwickelnden Situation anzupassen. Menschen haben vordergründig dringendere Fragen als die Kultur unseres Umgangs.

Aber es ist heute völlig offen, wie sich diese Krise auf unser Miteinander langfristig auswirken wird. Ob wir sie als Chance nutzen, aggressive Polarisierungen zu überwinden und als Gesellschaft zu einem neuen „Wir“ zusammenzufinden. Oder ob Menschen, die Angst haben und verunsichert sind, sich in Anderen Sündenböcke und Ventile suchen. Frühere Krisen haben stets menschliche Größe genauso zum Vorschein gebracht wie unmenschliche Niedertracht.

Bereits in dieser Woche sind die ersten Fake News zum Corona-Virus durch die deutschsprachigen sozialen Medien gegeistert und die ersten Verschwörungstheorien. Unter deren Verbreitern finden sich meiner Beobachtung nach auch Christen. Dabei sind es Besonnenheit und ja, auch Gottvertrauen, die uns allen heute im Miteinander weiter helfen.

Deshalb lassen Sie uns dranbleiben am Thema „Streitkultur“:

  • Nutzen Sie die vielen kostenlosen Ressourcen unter www.erf.de/streitkultur, um mehr über einen guten Umgang mit Konflikten im persönlichen Umfeld zu erfahren.
  • Teilen Sie unser gemeinsames Anliegen elektronisch, in dem Sie den Link www.erf.de/streitkultur weiterempfehlen.
  • Laden Sie unser neues DIN A4 Plakat zum Ausdrucken herunter und machen Sie die Kampagne offline dort bekannt, wo Sie trotz gestrichener Veranstaltungen noch sinnvolle Möglichkeiten dafür sehen: www.erf.de/download/erfmedien/petition/Plakat_A4.pdf

Ich bin überzeugt: Engagement für eine bessere Streitkultur im Namen Jesu lohnt sich für uns alle. Danke an alle, die sich gerade auch in diesen Tagen mit dafür einsetzen.

Bleiben Sie behütet!

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Streitkultur – schon 1846 ein Thema unter Christen

Vor einigen Tagen haben wir bei ERF Medien die Online-Kampagne „Zeit für eine neue Streitkultur“ gestartet – und neben einer Reihe prominenter Unterstützer haben inzwischen 921… nein, Moment, Browser-Reload… 922 Menschen die dazugehörige Online-Petition unterzeichnet. Sie haben das getan, weil sie alle eine Beobachtung teilen: Etwas ist ausgerastet in unserer Gesellschaft, Menschen werden persönlich diffamiert und ausgegrenzt, weil anderen ihre Ansichten in Sachfragen nicht passen. Und viel zu viele Christen mischen dabei mit – bis dahin, dass sie einander den Glauben absprechen.

Wir alle, die wir die Online-Petition unterzeichnet haben, sagen: Es reicht – Zeit für eine neue Streitkultur! Dabei ist das Thema nicht zum ersten Mal aktuell in unserer Gesellschaft. Oder unter engagierten Christen. So gab es 1846 beim Gründungskongress der Evangelical Alliance in London ein Statement zur „Heilighaltung der Presse“ (danke für den Hinweis an den langjährigen ehemaligen Generalsekretär der Evangelischen Allianz in Deutschland, Hartmut Steeb!). Dessen Sprache ist inzwischen 174 Jahre alt, das Anliegen ist – immer noch oder mal wieder – topaktuell:

„Dass die Mitglieder dieses Bundes es einander in Liebe aber ernstlich anempfehlen, in ihrem ganzen Betragen und namentlich in dem Gebrauch, den sie von der Presse machen, alle Bitterkeit und Grimm und Zorn und Geschrei und Lästerung samt aller Bosheit sorgsam zu vermeiden und vielmehr in allen Dingen, in welchen sie verschiedener Meinung sein mögen, untereinander freundlich und herzlich zu sein, und einer dem anderen zu vergeben, gleichwie Gott ihnen vergeben hat in Christo, indem sie suchen, in allen Dingen Gottes Nachfolger zu sein als die lieben Kinder, und in der Liebe zu wandeln, gleichwie Christus sie geliebt hat … Die Glieder des Bundes möchten daher alle Prediger des Evangeliums, alle christlichen Schriftsteller und anderen Personen, welche auf christliche Gemeinschaften einen Einfluss haben, bescheiden, aber ernstlich bitten, mehr als je darüber zu wachen, dass nicht mit dem Herzen, der Zunge oder der Feder gegen Christen von anderen Kirchenabteilungen gesündigt werde, und eifriger als bisher einen Geist des Friedens, der Einigkeit und der göttlichen Liebe unter allen denen, welche wahrhaftig an den Herrn Jesus Christus glauben, zu verbreiten.“

Ich sage: Halten wir diese Flagge heute wieder hoch und weiter hoch. Sie ist es wert. Jetzt mitmachen und Online-Petition unterzeichnen: www.erf.de/streitkultur

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