Kategorie: ERF // Mission

Es gibt einen Gott, und er ist nicht du

Mögen Sie Kriminalfilme? Dann kennen Sie bestimmt die Szene, in der einem Verdächtigen nach der Verhaftung erklärt wird, dass er nun das Recht auf einen Anruf hat. In so einer Situation wird jeder genau überlegen, wen man anruft. Nicht auf die Tätigkeit des Telefonieren an sich kommt es an, sondern auf das Gegenüber am anderen Ende der Leitung.

Genauso ist das mit dem Glauben. Glauben habt ein Gegenüber, der ich Glauben entgegenbringe. Wer das ist, ist wichtig. Nicht auf die Tätigkeit des Glaubens an sich kommt es an, sondern auf das Gegenüber. Das ist das, was Christen glauben: Glaube ist kein Selbstgespräch, Gott ist tatsächlich am anderen Ende der Leitung, es lohnt sich, ihn anzurufen.

Man kann das auch so ausdrücken: (mehr …)

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Neues Jahr, neues Herz

Neues Spiel, neues Glück“, sagt das Sprichwort. Es drückt die Hoffnung aus, dass sich mit einem neuen Anlauf neue Chancen verbinden. So wie sich mit dem neuen Jahr neue Hoffnungen verbinden.

Ich glaube, dass das keine vergebliche Hoffnung ist. Aber nicht, weil wir uns das als Menschen wünschen. Sondern weil Gott uns Menschen immer wieder das „Neue“ schenkt. Und er fängt damit innen an, in meinem Inneren – mit meinem Herzen.

 In der Jahreslosung 2017 kommt das Versprechen Gottes zum Ausdruck: 

Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.

Neues Jahr, neues Herz – das kann Wirklichkeit werden für jeden Menschen, der sich aufrichtig danach sehnt und Gott darum bittet. Und in diesem neuen Herz steckt das Potential, Lebensveränderung zu erfahren mit einer Macht und Kraft, die über unsere menschlichen guten Vorsätze weit hinausgeht.

In diesem Sinn wünsche ich allen Lesern ein gesegnetes, kraftvolles, hoffnungsvolles neues Jahr 2017!

 

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Die Saat der Angst – was wir als Christen jetzt tun müssen

25. Juli 2016

Nizza, Würzburg. München. Reutlingen. Ansbach. Diese Reihe von Städten steht seit zwei Wochen für einen Pfad der Angst. Gelegt von Attentätern, Amokläufern, Beziehungstätern, Islamisten. Soweit man das überhaupt auseinander halten kann. Soweit diese Unterscheidungen überhaupt eine Rolle spielen. Sie spielen keine Rolle für die Getöteten, Traumatisierten, Schwerverletzten. Sie spielen kaum eine Rolle für uns, die wir über die Medien atemlos Anteil haben. Sie spielen leider keine Rolle für alle, die schlimme Ereignisse für politische Zwecke, für Hass oder Unversöhnlichkeit benutzen.

Unsere Welt scheint aus den Fugen geraten zu sein. Die Überschrift dieses Sommers ist Angst. Und die Saat der Angst ist vielfältig: Ohnmacht, Wut, Panik, Aktionismus, Hass, Unversöhnlichkeit, Rückzug ins Belanglose, die Sucht nach einfachen Lösungen oder einem starken Mann.

Nichts davon wird uns wirklich weiter helfen.

Auch Christen sind nicht frei von Angst und ihrer Saat. Jesus hat das seinen Nachfolgern einmal offen ins Gesicht gesagt: „In der Welt habt ihr Angst…“. Ja, da hat er Recht. Wir haben Angst. Ich habe Angst.

Aber ich weiß auch, dass Gott seine Menschen in einer aus den Fugen geratenen Welt nicht im Stich lässt. Nicht Ohnmacht, Aggression oder Panik werden unsere Angst überwinden, sondern dass Gott uns nicht im Stich lässt. „In der Welt habt ihr Angst“, hat Jesus gesagt, und weiter: „…aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden“. Gott sei Dank wird am Ende nicht die Angst siegen, sondern die Hoffnung.

In diese Tagen des Schreckens, in eine Welt, die aus den Fugen geraten scheint, können wir als Christen etwas hineintragen, dass unsere Welt sich nicht selbst geben kann: Hoffnung. Das ist unsere Aufgabe als Christen. Das ist unser Beitrag. Um es mit dem Apostel Paulus zu sagen: Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.

Kraft, Liebe und Besonnenheit – das hilft uns allen wirklich weiter. Deshalb lasst uns darum beten – für alle Betroffenen und Angehörigen. Für alle, die Angst haben und verunsichert sind. Für die Sicherheitskräfte und alle, die Verantwortung tragen in Politik und Medien. Für alle, die sich in Zynismus flüchten oder Unversöhnlichkeit ausbreiten. Für alle, die unter Generalverdacht geraten oder zum Sündenbock gemacht werden.

Kraft, Liebe und Besonnenheit inmitten einer Welt der Angst – das ist es, was Gott uns als Christen gibt. Das ist es, wofür wir als Christen jetzt beten müssen – für alle Menschen. Das ist es, was unser Land jetzt braucht.

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