Kategorie: Jesus // Inspiration

Herr Z und das bedürftige Herz

Herr Z hatte es gut. Mit unternehmerischem Geschick hatte er sich eine lukrative Existenz aufgebaut. Alle Menschen, die er kannte, mussten nach seiner Pfeife tanzen. Die einen, weil sie für ihn arbeiteten. Die anderen, weil sie ihm ständig Geld schuldeten. Die ganze Stadt kannte ihn, die ganze Stadt empörte sich über ihn, aber das schien ihm wenig auszumachen. Er lebte im Luxus. Herr Z hatte wenige Freunde, aber viel Geld.

Bis eines Tages Jesus in seine Stadt kam. Wir finden die Geschichte im Lukasevangelium Kapitel 19. Herr Z wird dort mit vollem Namen genannt: Zachäus, der Oberste der Zolleintreiber. Von der römischen Besatzungsmacht hatte er die Lizenz ersteigert, Zölle zu erheben. Längst hatte er andere eingestellt, die an den Stadttoren saßen und für ihn arbeiteten. Zachäus war als der, der mit den ungeliebten Römern zusammenarbeitete und als superreicher Finanzhai die Zielscheibe für den Volkszorn. Er war zudem auffallend kleinwüchsig, und es würde mich wundern, wenn man keine stadtbekannten Spottlieder auf ihn gedichtet hätte.

Eines Tages kommt Jesus in seine Stadt – Jericho. Zachäus ist schaulustig wie alle anderen auch, aber er ist klein, er ist unbeliebt, er mischt sich nicht gern unters Volk. Also klettert er auf einen Baum. Der Evangelist Lukas hat aufgezeichnet, was dann passiert – Lukasevangelium Kapitel 19 Vers 5: (mehr …)

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Das ganze Leben ist kein Quiz

Das ganze Leben ist ein Quiz, und wir sind nur die Kandidaten…“ trällert Komiker Hape Kerkeling in seinem Schlager aus dem Jahr 1991. „Das ganze Leben ist ein Quiz, ja und wir raten, raten, raten…“.

Fühlen Sie sich manchmal so? Das ganze Leben ist ein Quiz, ein Rätsel, das es zu knacken gilt? Alle Menschen als Kandidaten, die angestrengt „raten, raten, raten“? Und Gott als himmlischer Quizmaster, der die Aufgaben verteilt, die menschlichen Bemühungen beobachtet, und am Ende die Punkte verteilt?

Ich glaube, das dieses Bild falsch ist. Es entspricht nicht der Wirklichkeit des Lebens, und es entspricht auch nicht der Wirklichkeit Gottes. Leben und Leisten und Glauben hängen in Wahrheit ganz anders zusammen. Im Neuen Testament setzt sich der  Apostel Paulus einmal mit dieser Frage auseinander. Ich glaube, für ihn als Pionier und Gründer christlicher Gemeinden im 1. Jahrhundert war das auch eine ganz persönliche Frage: Was ist mein Leben in Gottes Augen? Was muss ich für ihn leisten? Welche Rolle spielt mein Glaube dabei? (mehr …)

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