Kategorie: Jesus // Inspiration

Gott im Selbsttest

„Erfahrung machen keinen Glauben, aber Glaube macht Erfahrungen“. Diesen Satz habe ich als junger Christ gelernt, und er hat sich bis heute bewährt. Ja, das Gott-Vertrauen umfasst beides, zeitlose Gewissheiten und persönliche Erfahrungen. Fällt eine der beiden Seiten weg, fällt der Glaube um.

Wie viele Menschen haben schon vergeblich versucht, nur aus theologischen Richtigkeiten Ermutigung und Hoffnung zu ziehen – und sind daran seelisch verdurstet? Und wie viele haben auf der Jagd nach dem nächsten inneren Hochgefühl den Bezug zur Wirklichkeit verloren – zur Wirklichkeit dieser Welt und zur Wirklichkeit Gottes?

Für mich ist klar: Gott ist absolute Wirklichkeit – unabhängig von meinen Erfahrungen. Und Gott ist ganzheitlich erfahrbar – mit Kopf, Herz und Emotion. Die Autoren der Bibel bringen beides immer wieder in Verbindung. Zum Beispiel der alttestamentliche König David in Psalm 34,9 ,den die Lutherbibel so wiedergibt:

Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist. Wohl dem, der auf ihn trauet!

„Schmecken und Sehen“ – das beschreibt eine persönliche Sinneserfahrung. Dass Gott freundlich und vertrauenswürdig ist, sagt David, das kann man erfahren. Erleben. Schmecken. Sehen. Und eine solche Erfahrung ist automatisch auch eine Einladung. Schmeckt doch! Seht doch!

Was, wenn ich das auch erleben könnte? Was, wenn auch ich – so wie König David – tatsächlich schmecken und sehen könnte, wie freundlich Gott ist? Wenn ich es ausprobieren und selbst erleben könnte?

Was, wenn Sie das könnten?

In vielen unserer ERF Medienangebote geht es um Zugangswege zu dieser Gotteserfahrung mitten im Alltag. Ich wünsche Ihnen den Mut, solche Wege auszuprobieren. Und ich bin gespannt, was Sie erleben werden…

(erschienen im ERF Medienmagazin ANTENNE)

Mehr

Rest meines Lebens

Jakob sprach: Lasst uns aufbrechen und nach Bethel ziehen, dass ich dort einen Altar errichte dem Gott, der mich erhört hat zur Zeit meiner Trübsal und mit mir gewesen ist auf dem Wege, den ich gezogen bin.

So lautet ein Satz aus dem ersten Buch der Bibel, 1. Mose 35, 4. Ein Vers wie ein Scheinwerfer ins Leben eines bestimmten Menschen, zu einer bestimmten Zeit, an einem bestimmten Ort. „Na und?“, möchte ich fast sagen. Zu jeder Zeit brechen unzählige Menschen auf zu unzähligen Orten. Was ist daran besonders?

Ich glaube, wir können von diesem und anderen Berichten der Bibel etwas lernen, das wir nirgendwo sonst lernen können. (mehr …)

Mehr