Kategorie: Jesus // Inspiration

Zu wem gehörst du?

Zu wem gehörst du? Manchmal werden Kinder das gefragt, von Erwachsenen. Und sie meinen damit: Wer ist dein Vater? Wer ist deine Mutter? Wer ist deine Familie?

Ich glaube, in unserer Zeit der Individualisierung vergessen wir leicht, wie wichtig es für einen Menschen ist, zu jemandem zu gehören. Oft wird uns das erst in einer Situation bewusst, in der wir plötzlich ganz auf uns allein gestellt sind – wenn wir krank sind oder arbeitslos oder in irgendeiner anderen Lebenskrise.

Eine der großen Erzählungen des Alten Testaments ist die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten. Angeführt durch Mose ziehen die Israeliten durch die Wüste , mit Kind und Kegel, bis zum Berg Sinai.

Dort stellt Gott sie alle vor die Frage: Zu wem wollt ihr gehören? Und er macht dem Volk Israel durch Mose ein Angebot, das kann man nachlesen in 2. Mose 19, 5:

Ihr habt selbst gesehen, was ich Ägypten getan und wie ich euch auf Adlerflügeln getragen und hierher zu mir gebracht habe. Wenn ihr nun auf meine Stimme hört und meinen Bund haltet, werdet von allen Völkern ihr mein Eigentum sein, denn mein ist die ganze Erde.

Gott verfügt also nicht einfach über seine Leute, sondern signalisiert ihnen: Es ist eure Entscheidung: Wenn Ihr auf mich hört, könnt ihr zu mir gehören.

Dieses Angebot Gottes gilt bis heute. Und Gott stellt auch Sie und mich immer wieder vor die Frage: Zu wem gehörst du? Und meine Frage ist: Was antworten Sie ihm?

 

(erschienen in der Sendereihe Anstoß bei ERF Plus)

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Kennst du einen, kennst du alle

Kennst du einen, kennst du alle… so reden wir manchmal. Meistens kommt dann gleich irgendein Vorurteil. Eins, das alle Franzosen über einen Kamm schert, zum Beispiel. Oder alle Frauen. Oder alle Flüchtlinge. Als Menschen tun wir uns offensichtlich schwer, Gemeinsamkeiten und Unterschiede anderer Menschen fair zu beschreiben.

Auch Christen sagen diesen Satz manchmal untereinander und übereinander, wenn sie es nicht so richtig geregelt kriegen mit der fairen Beschreibung ihrer Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Leider.

Wie also geht das besser? Eine Steilvorlage dazu liefert der Apostel Paulus im Römerbrief in Kapitel 12, wenn er schreibt (Römer 12, 5-6):

Als Menschen, die zu Christus gehören, bilden wir alle ein unteilbares Ganzes; aber als Einzelne stehen wir zueinander wie Teile mit ihrer besonderen Funktion. Wir haben ganz verschiedene Gaben, so wie Gott sie uns in seiner Gnade zugeteilt hat.

 

Drei Dinge nehme ich daraus für mich mit:

Erstens: Alle Christen gehören grundsätzlich zusammen, unabhängig von ihren Prägungen und Traditionen, ihren Vorlieben und Meinungsverschiedenheiten.

Zweitens: Alle Christen sind verschieden, sie haben verschiedene Gaben und Aufgaben passend zu den verschiedenen Umständen, in denen sie leben.

Und Drittens: Alle Christen leben von der Gnade Gottes. Das ist Christen wirklich gemeinsam. Und da stimmt der Satz dann: Kennst du einen, kennst du alle.

 

(erschienen in der Sendereihe Anstoß bei ERF Plus)

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Das Marshmallow-Experiment

Eins der berühmtesten Experiment in der Psychologie ist das Marshmallow-Experiment. In den sechziger Jahren stellte der Pyschologe Walter Mischel Kinder vor die Wahl: Entweder eine Süßigkeit sofort, oder zwei Süßigkeiten nach einer Viertelstunde Wartezeit.

Eigentlich ein ganz einfaches Experiment – kann jeder, der Kinder hat, leicht selbst ausprobieren. Faszinierend aber ist der Zusammenhang, den Mischel herstellen konnte: (mehr …)

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