Kategorie: Jesus // Inspiration

Woher kommt mein Job in dieser Welt?

Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte.

Das steht auf den ersten Seiten der Bibel, in der Erzählung vom Anfang, von Gott und dem Menschen und dem Paradies (1. Mose 2,15). Wie so oft staune ich auch hier, wie die Bibel viel Bedeutung in wenige Worte verpackt.

Gott nahm den Menschen… das bedeutet: Der Schöpfer lässt seine Geschöpfe nicht allein in der Welt zurück. Er sucht den Kontakt. Er verfolgt einen Plan. Er geht absichtsvoll mit seinen Menschen um. Auch mit mir.

Gott nahm den Menschen… und setzte ihn in den Garten Eden… Gott setzt Menschen bewusst ein, an einen bestimmten Ort. Ich glaube, es ist kein Zufall, wo ich im Leben lande. Gott füllt keine Lücken mit irgendjemanden, den er gerade finden kann. Er nimmt mich, und er weist mir einen Platz zuh. Ganz bewusst.

Gott nahm den Menschen…und setzte ihn in den Garten Eden… dass er ihn bebaute und bewahrte… Wir Menschen sind genommen und gesetzt, um zu bebauen und zu bewahren. Gott hat ein großes Vertrauen zu uns, das zu gestalten und zu schützen, was er ins Leben gerufen hat und was eigentlich ihm gehört.

Nun ist unser Leben selten ein Garten Eden. Nicht alles, was wir tun und erleben, ist von Gott so beabsichtigt. Aber gerade in schweren Zeiten gibt es mir Hoffnung und Würde, das zu wissen: Ich bin von Gott genommen. Ich bin von Gott gesetzt. Gott vertraut mir, zu bebauen und bewahren.

Und ich glaube, das gilt für Sie genauso.

 

(erschienen in der Sendereihe Anstoß bei ERF Plus)

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Reden ist Silber, Handeln ist Gold

Die deutsche Sprache kennt tolle Redewendungen. Worte, die griffig und treffend zur Sprache bringen, was wirklich Sache ist. „Du hast leicht reden…“ das ist so eine Redewendung. Habe ich schon oft gehört und schon oft benutzt.

„Mach doch mal Sport“, fordert mich der Freund heraus, der seit Jahren beim Marathon läuft. Du hast leicht reden…
„Mach dir einfach nichts draus“, empfiehlt die Freundin, die selbst nicht unter Mobbing zu leiden hat. Du hast leicht reden…
„Du musst mehr beten“, rät der Fromme, der selbst nicht mit einer chronischen Erkrankung zu kämpfen hat. Du hast leicht reden…

„Du hast leicht reden…“, sagen wir, wenn uns jemand einen theoretisch richtigen Rat gibt, der aber praktisch schwer umzusetzen ist. Denn wir wissen genau: Am Ende zählt nicht die Wahrheit der Worte, sondern die Wirklichkeit des Lebens.

Gott sieht das übrigens genauso. Er hält nicht viel von guten Ratschlägen, so richtig sie auch sein mögen. Besonders wenn es darum geht, wie wir andere Menschen behandeln. Johannes, einer der engsten Freunde von Jesus, schreibt darüber in einem Brief, der uns im Neuen Testament überliefert ist. Dort heißt es:

Unsere Liebe darf sich nicht in Worten und schönen Reden erschöpfen; sie muss sich durch unser Tun als echt und wahr erweisen.

Bei Gott gilt eben: Reden ist Silber, Handeln ist Gold!

Und ich frage mich: Wo soll ich heute aufhören nur zu reden – und anfangen zu handeln?

 

(erschienen in der Sendereihe Anstoß bei ERF Plus)

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Mit Gott in der Umkleide

„Kleider machen Leute“, sagt der Volksmund. Und es stimmt: In der Regel ziehen wir das an, wie wir gesehen werden wollen – sportlich oder chic, formell oder lässig, bodenständig oder unkonventionell. Denn die meisten Menschen achten auf Äußeres, ihr eigenes und das der anderen.

Gott dagegen schaut ins Innere, in die verborgenen Motive des Herzens. Er lässt sich nicht beeindrucken durch das, wie ich aussehe. Er ist viel mehr daran interessiert, wie ich vor ihm dastehe. Und bei diesem Blick in mein Herz bekommt Gott nicht nur Schönes und Wunderbares zu sehen. Da sind auch Dinge, die so gar nicht zu Gottes Liebe, Heiligkeit und Charakter passen.

Aber die Gute Nachricht ist: Wenn ich mich auf diesen Gott einlasse, passiert ein Wunder. Gott hilft mir, meine Schuld, meine Scham und meine Sünde auszuziehen und abzulegen. Wie ein Kleidungsstück, das nicht mehr passt. Gleichzeitig reicht er mir neue Kleider, die ausdrücken, wie er mich sieht: Geliebt. Begnadigt. Befreit. Beauftragt.

Der alttestamentliche Prophet Sacharja formuliert diese Absicht Gottes einmal so:

Sieh her, ich nehme deine Sünde von dir und lasse dir Feierkleider anziehen.

Bei Sacharja macht Gott das mit dem Hohepriester, stellvertretend für das ganze Volk Israel. Später, im Neuen Testament, bietet Gott in Jesus Christus diesen Kleiderwechsel allen Menschen an.

Feierkleider statt Sünde – das ist ein Kleiderwechsel nach Gottes Art! Ein Kleiderwechsel, der mein Inneres verändert und nicht nur meinen „Style“. Ein Kleiderwechsel, der ausdrückt wie Gott mich sieht, höchstpersönlich. Ein Kleiderwechsel, der mich zu dem macht, der ich in seinen Augen bin.

Die Frage ist: Lasse ich mich darauf ein?

 

(erschienen in der Sendereihe Anstoß bei ERF Plus)

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