Kategorie: Jesus // Inspiration

Wie der Ochs vorm Berg

Manchmal stehe ich wie der Ochs vorm Berg. Vor einer Hürde, die ich unüberwindlich finde. Das kann zum Beispiel eine schwierige Entscheidung sein oder ein schwieriges Gespräch. Ich würde am liebsten aufgeben. Und einen Schuldigen finden: Die Umstände sind schuld! Die Anderen sind schuld!

Auch Menschen, die Gott vertrauen, kommen in solche Situationen. Kann es auch sein, dass Gott daran schuld ist?

In der Bibel wird erzählt, wie einmal das Volk Israel wie der Ochs vorm Berg stand. Die Israeliten waren unterwegs durch die Wüste. Raus aus der Sklaverei in Ägypten, rein ins gelobte Land.

Aber kurz, bevor sie am Ziel sind, merken sie: Das gelobte Land ist voller Feinde!  Das schaffen wir nie! Da stehen sie nun, wie der Ochs vorm Berg. Wer ist schuld? Gott, der uns das Land versprochen hat! Mose, der uns angeführt hat! Wir werden beiden nicht länger vertrauen!

Mose bittet Gott, das Volk trotz dieses Misstrauens nicht aufzugeben. Er betet (4. Mose 14,19):

Weil deine Güte so groß ist, darum vergib diesem Volk seine Schuld!

Mose weiß, was nötig ist, wenn man wie der Ochs vorm Berg steht. Man braucht keinen Schuldigen. Sondern Güte.

Gottes Güte fängt mein Misstrauen auf und meine Angst, es nicht zu schaffen. Gottes Güte erneuert mein Gottvertrauen und schenkt mir einen neuen Anlauf, die Hürde am Ende doch zu überwinden.

Ich will von Mose lernen – und Gott um seine Güte bitten, wenn ich mal wieder wie der Ochs vorm Berg stehe.

 

(erschienen in der Sendereihe Anstoß bei ERF Plus)

Mehr

Justizskandal

In einer Stadt lebte einmal ein Richter, der dafür bekannt war, seine Verantwortung nicht besonders ernst zu nehmen. Die Menschen, über deren Angelegenheiten er eigentlich Recht sprechen sollte, waren ihm innerlich völlig gleichgültig. Ein Gewissen schien er offensichtlich nicht zu besitzen. Er wollte einfach nur seine Ruhe.

Eines Tages ging vor Gericht die Klage einer alleinerziehende Mutter ein, die von einem örtlichen Gebrauchtwagenhändler über’s Ohr gehauen worden war. Der Richter ließ den Fall zunächst liegen. Irgendwann würde die Klägerin sicher aufgeben, und er müsste sich nicht weiter kümmern. Aber der Richter irrte sich. Immer wieder rief die Frau in seinem Vorzimmer an, schickte Briefe und E-Mails, wurde persönlich vorstellig.

Irgendwann reichte es dem Richter… (mehr …)

Mehr