Kategorie: Jesus // Inspiration

Adieu, Reichtum

Ich möchte Sie einladen zu einem Gedanken-Experiment. Stellen Sie sich vor, jemand bekommt sieben Millionen Euro geschenkt. Einfach so. Würde der sich freuen? Ganz bestimmt. Und nun stellen Sie vor, jemand bekommt zehn Millionen Euro – und muss einen Monat später drei Millionen wieder abgeben. Wie würde der sich fühlen?

Die Erfahrung zeigt: Die meisten Menschen denken im Besitzstand. Wenn wir etwas geschenkt bekommen, freuen wir uns – aber schnell wird es für uns selbstverständlich. Und wenn wir es später wieder abgeben müssen, werden wir wütend. Auch wenn es nur geschenkt war.

So ist das mit Reichtum – lesen wir in der Bibel. Zum Beispiel im Brief des Apostel Paulus an den jungen Nachwuchs-Gemeindeleiter Timotheus, den wir im Neuen Testament finden. Paulus rät Timotheus (1. Timotheus 6,7):

Sag allen, die in dieser gegenwärtigen Welt reich sind, sie sollen nicht stolz sein und nicht auf ihr Geld vertrauen, das bald vergehen wird. Stattdessen sollen sie ihr Vertrauen auf den lebendigen Gott setzen, der uns alles reichlich gibt, was wir brauchen, damit wir uns daran freuen und es genießen können.

Für Paulus ist klar: Auch der Reichste verdankt seinen Besitz am Ende Gott. Er darf ihn auf Zeit dankbar genießen. Aber er sollte sein Vertrauen keinesfalls auf Geld setzen statt auf Gott.

Ich nehme für heute mit: Meinen Besitz werde ich irgendwann loslassen müssen – aber der lebendige Gott wird meine Hand für immer festhalten, auch über den Tod hinaus.

(erschienen in der Sendereihe Anstoß bei ERF Plus)

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Suche Frieden und jage ihm nach!

Herzlich Willkommen im neuen Jahr 2019! Ich bin gespannt, was alles auf mich zukommen wird. Und Sie sind das sicher auch. Manchmal würde ich die verschiedenen Situationen und Umstände schon heute kennen, in denen ich mich in den nächsten zwölf Monaten wiederfinden werde. Damit ich mich vorbereiten kann. Damit ich keine bösen Überraschungen erleben muss. Damit ich heute schon beruhigt sein kann, dass alles gut wird. Aber diese Garantie gibt es im Leben nicht. Kein Geld der Welt vermag es, mich vor herausfordernden Lebensumständen zu bewahren. Das Leben bleibt ein Risiko.

Auch als Christ erlebe ich das nicht anders. (mehr …)

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Trost aus der Tiefe

Waren Sie schon mal so richtig untröstlich? So frustriert, verletzt und am Boden zerstört, dass kein Wort des Mitgefühls und kein guter Rat von außen mehr zu Ihnen durchdringen wollte?

Ich kenne solche Momente – und ich bin dankbar dafür, dass es in meinem Leben bisher nicht allzu viele davon gegeben hat.

In solchen untröstlichen Momenten macht es wenig Unterschied, wie viele Menschen einem Mut zusprechen wollen. Und es kommt auch nicht so sehr darauf an, was genau gesagt wird. Wahrer Trost ist weder eine Sache von Mehrheiten noch von guten Argumenten. Was für mich wirklich den Unterschied macht, wenn ich untröstlich bin, ist die Person des Trösters. Ob jemand selbst schon einmal ähnlich frustriert, verletzt und am Boden zerstört war wie ich.

Wahrer Trost kommt von Menschen, die selbst als Getröstete leben. Wer selbst Tiefen durchlebt und Trost gefunden hat, dem gibt Gott dadurch eine Stimme des Trostes für andere. Der Apostel Paulus schreibt einmal darüber, in seinem zweiten Brief an die christliche Gemeinde in Korinth, den wir heute im Neuen Testament finden. Dort heißt es:

Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, tröstet uns in aller unserer Bedrängnis, damit wir auch trösten können, die in allerlei Bedrängnis sind.

So können Christen trösten. Nicht durch Bibelkenntnis oder Ratschläge. Sondern in dem sie aufrichtig mit den Tiefen des eigenen Lebens umgehen – und aus dem eigenen Getröstet-Sein heraus anderen Mut machen.

 

(erschienen in der Sendereihe Anstoß bei ERF Plus)

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