Kategorie: Jesus // Inspiration

Das Tischtuch ist zerschnitten

„Das Tischtuch ist zerschnitten“ – das sagen wir, wenn ein Konflikt zwischen zwei Menschen so eskaliert ist, dass es kein Zurück mehr gibt. Diese Redensart stammt aus dem 16. Jahrhundert, als bei einer Ehescheidung symbolisch das gemeinsame Tischtuch zerschnitten wurde als Ausdruck der Trennung. Die beiden Eheleute teilen nicht länger Tisch und Bett miteinander. Sie reden nicht mehr miteinander. Sie gehen getrennte Wege. Das Tischtuch ist zerschnitten.

„Das Tischtuch ist zerschnitten“ – so eine Trennung hatte auch der alttestamentliche Prophet Jeremia dem Volk Israel auszurichten. Über Jahre und Jahrzehnte hinweg hatten sie sich immer mehr von Gott abgewandt. Längst brachten sie den Götzen der heidnischen Nachbarvölker mehr Verehrung und Vertrauen entgegen als dem Gott, der sie vor langer Zeit aus Ägypten befreit und ins gelobte Land geführt hatte.

Allen Warnungen und Mahnungen der von Gott beauftragten Propheten konnten das Volk nicht umstimmen, und nun hatte Jeremia von Gott den Auftrag, dem Volk die Konsequenzen seines Verhaltens klar zu machen und anzuzeigen: (mehr …)

Mehr

Wie man Berge versetzt

„Wenn ihr glaubt, werdet ihr alles bekommen, worum ihr im Gebet bittet.“

Manche Sätze von Jesus sind so einfach, dass ein Kind sie verstehen kann. Und so einfach, dass ein erwachsener, kritisch denkender Mensch sich dagegen auflehnt.

„Wenn ihr glaubt, werdet ihr alles bekommen, worum ihr im Gebet bittet.“

So einfach kann das doch nicht sein, oder? Gott ist doch kein Automat, in den ich oben mein Gebet einwerfe und unten die Erfüllung meiner Wünsche rauskommt, oder? Jesus, das kannst du doch so nicht gemeint haben, oder?

Wenn Jesus das nicht so gemeint hat – wie hat er es denn gemeint? Ich gehe davon aus, dass Jesus seinen Freunden nicht irgendwelche haltlosen Versprechungen gemacht hat, sondern genau wusste, wovon er sprach. In welche Situation hinein hat Jesus diesen einfachen Satz gesagt? (mehr …)

Mehr

König in der Klemme

Manchmal fühle ich mich in der Klemme. Sie wissen schon: Man sieht den Ausgang nicht, und egal was man tut, man kommt aus der Situation nicht raus. Auch der alttestamentliche König David wusste, was es heißt, in der Klemme zu sein. Er hat sogar Lieder darüber geschrieben. Die Liedtexte finden Sie noch heute in jeder Bibel – in den Psalmen.

Psalm 57 zum Beispiel. Den hat David geschrieben, als er noch gar kein König war und sich in einer Höhle versteckt hatte. Das war nötig, weil der amtierende König Saul ihm nach dem Leben trachtete. Könige mögen wohl keine Konkurrenz.

David saß also in seiner Höhle, und der mächtigste Mann des Landes war auf der Suche nach ihm, seine Armee inklusive. Wenn das keine Klemme ist!

Während David also in seiner Höhle sitzt, formuliert er einen innigen Wunsch an Gott. Nachzulesen bis heute in Psalm 57 Vers 4. Dort heißt es:

Gott sende seine Güte und Treue!

Gottes Güte und Gottes Treue – ich glaube, das ist genau das, was man in jeder Klemme braucht. Dass es jemand gut mit mir meint, und dass dieser jemand mich nicht alleine lässt.

David macht die Erfahrung: Genau so ist Gott. Er meint es gut mit ihm, und er lässt ihn nicht alleine. Und so ist Gott bis heute. Auch zu mir, in meiner Klemme. Und auch Ihnen wünsche ich das: Gott sende Ihnen seine Güte und seine Treue!

 

(erschienen in der Sendereihe Anstoß bei ERF Plus)

Mehr