Kategorie: Jesus // Inspiration

Das ganze Leben ist kein Quiz

Das ganze Leben ist ein Quiz, und wir sind nur die Kandidaten…“ trällert Komiker Hape Kerkeling in seinem Schlager aus dem Jahr 1991. „Das ganze Leben ist ein Quiz, ja und wir raten, raten, raten…“.

Fühlen Sie sich manchmal so? Das ganze Leben ist ein Quiz, ein Rätsel, das es zu knacken gilt? Alle Menschen als Kandidaten, die angestrengt „raten, raten, raten“? Und Gott als himmlischer Quizmaster, der die Aufgaben verteilt, die menschlichen Bemühungen beobachtet, und am Ende die Punkte verteilt?

Ich glaube, das dieses Bild falsch ist. Es entspricht nicht der Wirklichkeit des Lebens, und es entspricht auch nicht der Wirklichkeit Gottes. Leben und Leisten und Glauben hängen in Wahrheit ganz anders zusammen. Im Neuen Testament setzt sich der  Apostel Paulus einmal mit dieser Frage auseinander. Ich glaube, für ihn als Pionier und Gründer christlicher Gemeinden im 1. Jahrhundert war das auch eine ganz persönliche Frage: Was ist mein Leben in Gottes Augen? Was muss ich für ihn leisten? Welche Rolle spielt mein Glaube dabei? (mehr …)

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Gott kennt keine Hackordnung

Ich fand Fußball immer furchtbar. Ich meine nicht das Spiel von Jogis Jungs und Martinas Mädels. Nein, ich meine das Kicken in der Schule auf dem Pausenhof.

Das Furchtbare war immer die Spielerauswahl. Da stellen die beiden besten Fussballer ihre Mannschaften zusammen, und es geht nach einer klaren Hackordnung: „Ich nehm den Jan“. „Ich den Frank“. „Ich nehme Andreas“… und so weiter. Und ganz zum Schluss kommen dann Leute wie ich, die als Eckfahnenersatz am Spielfeldrand noch am hilfreichsten sind.

So eine Hackordnung gibt’s oft auch bei besonders religiösen Menschen. Da werden andere Menschen sortiert von gottgefällig bis unten durch. Die gute Nachricht ist: Gott spielt dieses Spiel nicht mit. (mehr …)

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Zu wem gehörst du?

Zu wem gehörst du? Manchmal werden Kinder das gefragt, von Erwachsenen. Und sie meinen damit: Wer ist dein Vater? Wer ist deine Mutter? Wer ist deine Familie?

Ich glaube, in unserer Zeit der Individualisierung vergessen wir leicht, wie wichtig es für einen Menschen ist, zu jemandem zu gehören. Oft wird uns das erst in einer Situation bewusst, in der wir plötzlich ganz auf uns allein gestellt sind – wenn wir krank sind oder arbeitslos oder in irgendeiner anderen Lebenskrise.

Eine der großen Erzählungen des Alten Testaments ist die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten. Angeführt durch Mose ziehen die Israeliten durch die Wüste , mit Kind und Kegel, bis zum Berg Sinai.

Dort stellt Gott sie alle vor die Frage: Zu wem wollt ihr gehören? Und er macht dem Volk Israel durch Mose ein Angebot, das kann man nachlesen in 2. Mose 19, 5:

Ihr habt selbst gesehen, was ich Ägypten getan und wie ich euch auf Adlerflügeln getragen und hierher zu mir gebracht habe. Wenn ihr nun auf meine Stimme hört und meinen Bund haltet, werdet von allen Völkern ihr mein Eigentum sein, denn mein ist die ganze Erde.

Gott verfügt also nicht einfach über seine Leute, sondern signalisiert ihnen: Es ist eure Entscheidung: Wenn Ihr auf mich hört, könnt ihr zu mir gehören.

Dieses Angebot Gottes gilt bis heute. Und Gott stellt auch Sie und mich immer wieder vor die Frage: Zu wem gehörst du? Und meine Frage ist: Was antworten Sie ihm?

 

(erschienen in der Sendereihe Anstoß bei ERF Plus)

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