Kategorie: Jesus // Inspiration

Nichts anzuziehen?

Die Ehefrau steht vor dem prall gefüllten Kleiderschrank und seufzt: „Schatz, ich habe überhaupt nichts anzuziehen“. Und ihr Mann antwortet: „Wieso, der ganze Schrank ist doch voll?!“

Das ist ein Klischee. In Wahrheit sorgen sich Männer und Frauen nämlich gleichermaßen: Was soll ich anziehen? Wo sollen wir Urlaub machen? Welches Handy soll ich kaufen? Und dabei treibt uns meistens weniger die nackte Not als die Qual der Wahl.

Sorge hängt nicht an Armut oder Überfluss, sondern daran, dass wir so gerne alles im Griff und unter Kontrolle haben. Dass wir am liebsten auch das Morgen heute schon regeln.

Aber das geht nicht, denn jeder Tag stellt neu die Vertrauensfrage. Erklärt Jesus seinen Freunden in Matthäus 6:

Warum sorgt ihr euch um eure Kleider? Schaut die Lilien an und wie sie wachsen. Sie arbeiten nicht und nähen sich keine Kleider. Trotzdem war selbst König Salomo in seiner ganzen Pracht nicht so herrlich gekleidet wie sie. Wenn sich Gott so wunderbar um die Blumen kümmert, die heute aufblühen und schon morgen wieder verwelkt sind, wie viel mehr kümmert er sich dann um euch?

Jesus meint damit: Ihr habt zwei Möglichkeiten. Ihr könnt eure Zukunft entweder euren Sorgen anvertrauen – oder der Fürsorge Gottes, der sich um euch kümmert.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber mir leuchtet das ein. Und ich entscheide mich für heute hiermit gegen die Sorge – und für das Gottvertrauen.

Wie entscheiden Sie sich?

 

(erschienen in der Sendereihe Anstoß bei ERF Plus)

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Adieu, Reichtum

Ich möchte Sie einladen zu einem Gedanken-Experiment. Stellen Sie sich vor, jemand bekommt sieben Millionen Euro geschenkt. Einfach so. Würde der sich freuen? Ganz bestimmt. Und nun stellen Sie vor, jemand bekommt zehn Millionen Euro – und muss einen Monat später drei Millionen wieder abgeben. Wie würde der sich fühlen?

Die Erfahrung zeigt: Die meisten Menschen denken im Besitzstand. Wenn wir etwas geschenkt bekommen, freuen wir uns – aber schnell wird es für uns selbstverständlich. Und wenn wir es später wieder abgeben müssen, werden wir wütend. Auch wenn es nur geschenkt war.

So ist das mit Reichtum – lesen wir in der Bibel. Zum Beispiel im Brief des Apostel Paulus an den jungen Nachwuchs-Gemeindeleiter Timotheus, den wir im Neuen Testament finden. Paulus rät Timotheus (1. Timotheus 6,7):

Sag allen, die in dieser gegenwärtigen Welt reich sind, sie sollen nicht stolz sein und nicht auf ihr Geld vertrauen, das bald vergehen wird. Stattdessen sollen sie ihr Vertrauen auf den lebendigen Gott setzen, der uns alles reichlich gibt, was wir brauchen, damit wir uns daran freuen und es genießen können.

Für Paulus ist klar: Auch der Reichste verdankt seinen Besitz am Ende Gott. Er darf ihn auf Zeit dankbar genießen. Aber er sollte sein Vertrauen keinesfalls auf Geld setzen statt auf Gott.

Ich nehme für heute mit: Meinen Besitz werde ich irgendwann loslassen müssen – aber der lebendige Gott wird meine Hand für immer festhalten, auch über den Tod hinaus.

(erschienen in der Sendereihe Anstoß bei ERF Plus)

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Suche Frieden und jage ihm nach!

Herzlich Willkommen im neuen Jahr 2019! Ich bin gespannt, was alles auf mich zukommen wird. Und Sie sind das sicher auch. Manchmal würde ich die verschiedenen Situationen und Umstände schon heute kennen, in denen ich mich in den nächsten zwölf Monaten wiederfinden werde. Damit ich mich vorbereiten kann. Damit ich keine bösen Überraschungen erleben muss. Damit ich heute schon beruhigt sein kann, dass alles gut wird. Aber diese Garantie gibt es im Leben nicht. Kein Geld der Welt vermag es, mich vor herausfordernden Lebensumständen zu bewahren. Das Leben bleibt ein Risiko.

Auch als Christ erlebe ich das nicht anders. (mehr …)

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