Kategorie: Jesus // Inspiration

Woher wahres Selbstvertrauen kommt

Wir bewundern Menschen, die etwas davon besitzen. Wir finden Menschen lächerlich, die es zur Schau stellen. Und wir hätten selbst gerne mehr davon. Die Rede ist vom  Selbstvertrauen.

Selbstvertrauen  – das ist das Sich-selbst-vertrauen, sicher zu sein in dem, wer ich bin, was ich kann, was ich wert bin. Es ist das Vertrauen dass die eigenen Fähigkeiten ausreichen um der aktuellen Situation gewachsen zu sein. Woher bekommt man es, dieses Selbstvertrauen?

Ich kenne Leute, die beziehen ihr Selbstvertrauen aus dem Vergleichen mit anderen: „Ich kann das besser als die anderen“, sagen sie. Andere beziehen ihr Selbstvertrauen aus der Bestätigung der anderen: „Die anderen finden mich gut“, denken sie. Ich finde, beides bringt mich nicht wirklich weiter. Der Vergleich mit anderen macht leicht arrogant, und wer von der Bestätigung anderer Menschen lebt, öffnet Manipulation Tür und Tor.

Nein, für wahres Selbstvertrauen muss es eine andere Quelle geben. Der Apostel Paulus hat sie im Neuen Testament einmal beschrieben, als er wieder einmal öffentlich kritisiert wurde und er sich selbst zu fragen begann, ob seine Arbeit wirklich gute Früchte tragen würde. In 2. Korinther 3 schreibt er, woher in dieser Situation sein Selbstvertrauen kommt: Solches Vertrauen haben wir durch Christus zu Gott.

Paulus weiß: Mein Selbstvertrauen kommt von Gott, der mich gemacht hat. Der mich in diese Welt gestellt hat und der mich durchs Leben leitet. Mein Selbstvertrauen kommt nicht von anderen Menschen, sondern von Gott selbst. Gott kann mir sagen, wer ich bin. Gott hat mir geschenkt, was ich kann. Gott macht mich durch seine Liebe wertvoll.

Mit diesem Gott kann ich frei und ohne Arroganz oder Manipulation durchs Leben gehen. Ganz selbstbewusst.

(erschienen in der Sendereihe Anstoß bei ERF Plus)

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Glauben ist wie Stabhochsprung

Neulich hatte ich mal wieder ein schwieriges Gespräch vor mir. Ich habe öfter welche – aber es kostet mich jedes Mal wieder Überwindung, den Konflikt zu riskieren. So ein Gespräch steht wie eine hohe Hürde vor mir. Und ich frage mich jedes Mal wieder neu, wie ich die überspringen soll.

Als Kind habe ich oft Sergei Bubka im Fernsehen gesehen. Er war einer der besten Stabhochspringer aller Zeiten, hielt über 20 Jahre lang den Weltrekord. Ich sehe noch genau vor mir, wie Bubka anläuft, die Latte auf über sechs Meter Höhe gelegt. Wie er den Sprungstab aufsetzt, sich hoch in die Luft katapultiert und sicher wieder auf der Sprungmatte landet. Unmöglich,  dass ein Mensch so hoch springen kann! Aber es geht doch – wenn man sich als Stabhochspringer darauf verlässt, dass der Sprungstab einen über Hürden springen lässt, die man mit rein menschlichen Mitteln niemals schaffen würde.

In Psalm 18 steht: Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen. Das ist Glauben: Darauf vertrauen, dass Gott mir über Hürden hilft, die ich mit rein menschlichen Mitteln niemals überspringen könnte.

Das habe ich oft bei meinen schwierigen Gesprächen erlebt: Wenn ich vorher bete und Gott bitte, mir Mut für diese Situationen zu geben – dann trägt er mich über diese Hürden hinweg. Dann entsteht aus einem schwierigen Gespräch etwas wirklich Gutes. Und hinterher bin ich oft sehr erleichtert.

Glauben ist wie Stabhochsprung, und Beten vor einer schwierigen Situationen ist wie die Sprungstange für Sergei Bubka. Ja, es kostet trotzdem noch Überwindung, Anlauf auf eine Hürde zu nehmen, Gott zu vertrauen, die Kontrolle abzugeben. Aber wer vor schwierigen Situationen Gott um Hilfe bittet, kann erleben: Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen.

(erschienen in der Sendereihe Anstoß bei ERF Plus)

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Wer von Gottes Spielregeln profitiert

Wie muss man eigentlich sein, um im Leben erfolgreich zu sein? Welcher Typ Mensch bringt es besonders weit?

Vor kurzem habe ich ein Interview mit einem Karriereberater gelesen. Der rät allen Berufstätigen ganz offen: „Wer vorankommen will, muss aggressiv auftreten.“ Die wenigsten Eltern erziehen ihre Kinder offen zu einer „Ellbogen-Mentalität“. Aber sich durchsetzen – das soll der eigene Nachwuchs dann schon können.

Was ist eigentlich mit den Anderen? Mit denen, die beim Durchsetzen der Gewinner hinten runter fallen? Was ist mit denen, die fachlich gut sind, sich fleißig bemühen, anderen helfen – und doch am Ende übergangen werden? Gehört „Sich durchsetzen“ nicht zu unserer Welt und ihren Spielregeln?

Ja, vielleicht – aber in der Welt Gottes ist das anders. Bei Gott zählt „Durchsetzen“ nichts, und es bringt auch nichts. Im Gegenteil. In Psalm 68 heißt es: Die Gerechten aber freuen sich und sind fröhlich vor Gott und freuen sich von Herzen.

„Die Gerechten“ – das sind die, die Gott richtig gut findet. Die mehr an Gottes Anerkennung interessiert sind als am Sieg über andere Menschen. Die sich nicht um jeden Preis durchsetzen können oder wollen. Später im Psalm heißt es: Gott ist ein „Vater der Waisen“, ein „Helfer der Witwen“. Gott „bringt die Einsamen nach Hause“ und führt „die Gefangenen heraus“.

Die, die sich nicht auf Kosten anderer durchsetzen, haben bei Gott Grund zur Freude. Das ist seine Welt. Das sind seine Spielregeln. Gut, dass sich Gottes Welt und Gottes Spielregeln am Ende durchsetzen werden!

(erschienen in der Sendereihe Anstoß bei ERF Plus)

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