Kategorie: Jesus // Inspiration

Schon mal über Gott gefreut?

Manchmal starte ich in meinen Tag mit einer langen Liste von Problemen. Einer Liste mit offenen Fragen, auf die ich eine Antwort brauche und Aufgaben, die ich noch erledigen muss. Das Verrückte dabei ist: Von alleine wandert meine Aufmerksamkeit immer zu den Problemen – aber nicht zu den Dingen, über die ich mich freuen kann. Geht Ihnen das auch so?

Dabei gibt es unendlich viele kleinen Dinge, die jeden Tag gelingen. Und Menschen, an denen ich mich freuen kann – an dem, wer sie sind und an dem, was sie tun. Das geht sogar mit Gott.

Christen haben erfahren: Gott gibt es wirklich, und ich kann ihn im Leben immer wieder ansprechen als unsichtbares Gegenüber. Gott ist wirklich so, wie er im Alten und im Neuen Testament immer wieder beschrieben wird: Der allmächtige Herr der Welt und gleichzeitig mein liebender Vater im Himmel. Ich kann mich daran freuen, wer ist und daran, was er tut.

Meine Liste mit Problemen ist Gott nicht egal, und er schenkt immer wieder unerwartete Gelegenheiten, mit denen ich nicht gerechnet hätte. Schenkt mir Gelingen in Herausforderungen, die mir eigentlich ein paar Nummern zu groß erscheinen. Ich bin nicht alleine in schwierigen Situationen; da ist jemand der mich immer versteht und der mich nie verlässt.

An diesem Gott kann man sich wirklich freuen! Das haben über viele Jahrhunderte viele Menschen so erlebt. Im Alten Testament ist überliefert, wie sich der berühmte König David einmal seine Freude über Gott ausgedrückt hat:

Es freue sich der Himmel, und es jauchze die Erde! Und man sage unter den Nationen: Der Herr ist König!

David freut sich daran, dass Gottes Größe, Güte und Nähe schier unbegrenzt sind. Himmel und Erde und alle Nationen können wissen und erfahren: Gott ist hier. Diese Freude ist eine Perspektive, die ich unbedingt brauche.

Spätestens dann, wenn ich mal wieder mit einer lange Liste von Problemen in den Tag starten will.

 

(erschienen in der Sendereihe Anstoß bei ERF Plus)

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Gott und die Funkstille

Neulich hatte ich Streit. Nicht in Form einer konstruktiven Diskussion, sondern einen von der heftigen Sorte. Ich weiß gar nicht, mehr was eigentlich genau passiert ist. Aber ein Wort ergab das andere, die Gefühle gingen hoch, und das Ergebnis war erst einmal Funkstille. Kennen Sie das auch?

Nachdem sich meine Aufregung, Wut und Selbstgerechtigkeit gelegt hatten, war ich soweit, mich bei dem anderen zu entschuldigen und ein klärendes Gespräch zu führen. Aber… war der andere das auch? Ich konnte um ein Gespräch bitten, mein Bedauern ausdrücken – aber letztlich war ich darauf angewiesen, dass der andere mir entgegen kommt. Statt Wut und Selbstgerechtigkeit spürte ich nun Ohnmacht und Ausgeliefertsein: Was, wenn der andere unversöhnlich sein würde? Was, wenn er meine Bitte um Versöhnung zurückweisen würde?

Die Bibel sagt: Genau so steht es zwischen Mensch und Gott. Die Beziehung zwischen Mensch und Gott ist von Geburt an nachhaltig gestört, erst einmal ist Funkstille.

Manche Menschen haben einen Punkt im Leben, an dem ihnen das so richtig bewusst wird. Manche fangen dann an, regelmäßig zu beten. Oder in die Kirche zu gehen. Oder Gutes zu tun. Aber das alles erzwingt keine Versöhnung mit Gott. Was auch immer ein Mensch versucht – die Funkstille zwischen Gott und Mensch kann nicht mit menschlichen Mitteln überwunden werden. Es liegt an Gott selbst, daran etwas zu ändern.

Die Gute Nachricht ist: Das macht Gott auch! Wenn ich Gott mit Demut gegenübertrete statt mit Selbstgerechtigkeit, wenn ich mich Gott ausliefere und ihn um Vergebung bitte – dann macht Gott das möglich. Dann kommt er mir mit Gnade und Vergebung entgegen.

Es liegt also nicht am Menschen mit seinem Wollen und Bemühen, sondern an Gott und seinem Erbarmen – so formuliert das einmal der Apostel Paulus im Neuen Testament.

Gott nicht an Funkstille interessiert, sondern an Erbarmen.

 

(erschienen in der Sendereihe Anstoß bei ERF Plus)

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Wie kulant ist Gott?

Neulich ist unsere Küchenmaschine kaputt gegangen. Von einer Minute auf die andere. Eingeschaltet – ausgefallen. Statt cremigem Kartoffelpüree oder leckerem Kuchenteig gibt sie plötzlich nur noch ziemlich klägliche Geräusche von sich. Na toll – billig war sie nicht, und so lange hatten wir sie auch noch gar nicht. Sind wir vielleicht noch in der Garantiezeit? Haben wir noch Anspruch auf eine kostenlose Reparatur?

Der Blick auf die Rechnung schockiert: Die Garantiezeit ist gerade vor zwei Wochen abgelaufen. Kein Anspruch auf Reparatur. Was nun? Einfach Pech gehabt?

Wir entschließen uns, den Hersteller zu kontaktieren. Der kennt sich nicht nur am besten mit der Maschine aus – vielleicht gewährt er in unserem Fall auch Kulanz. Vielleicht hat er Erbarmen mit uns, lässt Gnade vor Recht ergehen und nimmt die Reparaturkosten auf die eigene Kappe. Einen Versuch ist es wert.

Ja, so ist das im Leben. Manchmal zerbreche ich etwas Gutes in meinem Leben aus Eigensinn, Egoismus oder Unachtsamkeit. Manchmal treffe ich damit andere – und manchmal muss ich auch ausbaden, was die anderen in meinem Leben anrichten. Was nun? Einfach Pech gehabt?

Die Bibel sagt: Gott hat die Welt, hat mein Leben ursprünglich gut gemacht. Aber Menschen haben dieses Gute zerbrochen, ich selbst und die anderen auch. Ich habe keinen Rechtsanspruch darauf, dass Gott die Sache in Ordnung bringt. Lohnt es sich trotzdem, mich an ihn zu wenden?

„Ja“, sagt der Prophet Jeremia – und betet einmal so: Du, Herr, unser Gott, hast alles geschaffen, du allein bist unsere Hoffnung!

Und Gott antwortet auf diese Hoffnung. Er wird in Jesus Christus Mensch, und nimmt den Zerbruch meiner Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auf sich. Er hat Erbarmen mit mir, lässt Gnade vor Recht ergehen und nimmt die Reparaturkosten meines Lebens auf die eigene Kappe. Ich habe darauf keinen Anspruch – aber Gott kommt mir aus Kulanz entgegen. Aus Liebe.

Sich an Gott wenden – einen Versuch ist es wert!

 

(erschienen in der Sendereihe Anstoß bei ERF Plus)

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