Gott färbt ab

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Die Welt ist voller Menschen. Jeder mit einer ganz eigenen Prägung, einer ganz eigenen Geschichte. Wir alle sind vielschichtige Wesen – es gibt niemanden, bei dem es nichts zu entdecken gäbe. Spannend! Großartig!

Manche Menschen erlebe ich oberflächlich, manche kommen mir egoistisch vor, bei manchen empfinde ich eine Glaubwürdigkeitslücke zwischen Schein und Sein. Und dann begegne ich immer wieder Menschen, bei denen für mich eine große innere Aufrichtigkeit und Klarheit durchscheint.  Oft sind das Christinnen und Christen.

Woher haben die das? Woher kommt ihre Zuversicht, während andere verzagt sind? Woher kommt ihre Gelassenheit, während andere sich um ihre Sorgen drehen? Woher kommt ihre Dankbarkeit, während sie mit den gleichen Problemen kämpfen wie alle anderen auch?

Ich glaube: Dieses Verankertsein der Seele, dieses „Licht von innen“ auch in den Stürmen des Lebens, es kommt von Gott selbst. Von dem Gott, der sich uns Menschen nicht nur mitteilt, sondern ein Stück von seinem Wesen mit uns teilt. Der Apostel Paulus hat das für sich selbst und seine Mitstreiter in Korinth einmal so formuliert (2. Korinther 4,6):

Derselbe Gott, der gesagt hat: »Aus der Finsternis soll Licht hervorstrahlen!«, der hat es auch in unseren Herzen hell werden lassen, sodass wir in der Person von Jesus Christus den vollen Glanz von Gottes Herrlichkeit erkennen.

Gott hat die Macht, dass es mitten im Dunkel hell wird. In der Schöpfung genauso wie im Herz eines Menschen. Wer diesem Gott vertraut, der beginnt wahrzunehmen, dass Gott ihm in Jesus Christus sein Gesicht zeigt. Und in dem beginnt ein Licht von innen aufzuleuchten.

Ich glaube: Gott färbt ab.

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