Arbeitgeber Wirklichkeit

ERF Erschienen als Beitrag in der Sendereihe "Anstoß" auf ERF Plus

Warum mach’ ich das eigentlich alles? So klingt es, wenn alles zusammen kommt und es einfach mal zuviel wird. Wenn aus Seufzen, Frustration und Empörung eine Frage wird: Was bringt mein Einsatz … wirklich?

Wer im Beruf an diesen Punkt kommt, kann sich damit trösten, dass er für seine Anstrengung Geld bekommt. Aber wer sich ehrenamtlich engagiert, steht in Gefahr, auszubrennen, hinzuwerfen oder zynisch zu werden. Das ist bei Christen nicht anders. Und das war bei Christen auch nie anders, seit 2.000 Jahren nicht. Selbst die Helden der Kirchengeschichte kannten solche Frustmomente.

Aber sie kannten auch Antworten, die in solchen Situation weiterhelfen. Die vom Apostel Paulus zum Beispiel hat es ins Neue Testament geschafft. Paulus wörtlich:

Unser ganzer Dienst geschieht für euch. Denn Gottes Gnade soll immer mehr Menschen erreichen, damit dann auch eine ständig wachsende Zahl Gott dankt und ihm die Ehre gibt. Das sind also die Gründe, weshalb wir uns nicht entmutigen lassen.  (2. Korinther 4, 15-16)

Das bedeutet: Ich arbeite nicht für meine Selbstverwirklichung, sondern für das Wohl Anderer. Nicht um Beifall zu bekommen, sondern damit mehr Menschen Gott ehren. Ich kämpfe nicht auf verlorenem Posten, sondern meine Arbeit ist ein Teil der großen Wirklichkeit Gottes.

Diese Worte von Paulus will ich mir merken für meinen nächsten Frustmoment: Christen kämpfen nicht gegen Windmühlen, denn ihr Arbeitgeber ist die Wirklichkeit Gottes.

1 Antwort
  1. Petra

    Ich bin sehr dankbar für diesen Gedankenanstoß. Ich überlege gerade, ob es noch Sinn macht an den Stellen, an denen ich freiberuflich arbeite weiter zu machen.
    Aber während ich oft dachte, dass das alles nichts bringt muss ich zugeben, dass Menschen Gott danken und ihm die Ehre geben. Dieser Vers wird in die Überlegungen mit einbezogen.

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