Oben loben

ERF Erschienen als Beitrag in der Sendereihe "Anstoß" auf ERF Plus

Wann ist es schwerer, Gott zu suchen und ihm vertrauen: Wenn’s einem schlecht geht, oder wenn’s einem gut geht?

„Ist doch klar“, sagst du jetzt vielleicht, „wenn’s einem schlecht geht, natürlich! Denn dann fällt es mir schwerer zu glauben, dass Gott es gut mit mir meint!“

Aber so einfach ist die Sache nicht. Denn greifen viele nicht gerade in Krisenmomenten nach dem Gebet wie nach einem Strohhalm? Sind nicht die Psalmen in der Bibel voll davon, wie der Dichter, Sänger, Stratege und König David Hilfe bei Gott sucht gerade zwischen lauter Problemen und Feinden und eigener Schuld?

Mir fällt es oft schwerer, Gott zu suchen und ihm zu vertrauen, wenn es mir gut geht. Wenn ich nicht tief unten bin, sondern oben auf. Wie ganzheitlich mein Glaube ist, zeigt sich nicht nur in den Tälern, sondern auch auf den Gipfeln: Halte ich Gelingen und Glück für selbstverständlich und für mein eigenes Verdienst – oder sage ich dafür ganz bewusst Gott „Danke“?

Die Psalmen sind nicht nur eine Ermutigung zu ehrlichem Beten in der Tiefe, sondern auch zum „Loben oben“. In Psalm 18 freut sich David immer wieder über Gelingen, Glück und Gottes Hilfe. Das für mich schönste Bild finde ich in Vers 30:

Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen!

Wenn dir vielleicht gerade etwas Schwieriges gelungen ist, wenn du Gutes erlebt hast oder Glück empfindest, dann kannst du an dieses Bild denken – und Gott bewusst danken für das Gute!

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