Zeig mir was du kaufst, und ich sage dir wer du bist

ERF Erschienen als Beitrag in der Sendereihe "Anstoß" auf ERF Plus

Corona-Abstand, FFP2-Maske… der Supermarkt wirkt noch anonymer als sonst. Ich mustere den Einkaufswagen vor mir: Fischstäbchen, Tiefkühl-Pommes, Ketchup… Familienvater? Hinter mir eine junge Frau mit einem Sixpack Bier, Chips, Erdnüssen… Filmabend mit Netflix?

Ich sehe die Einkäufe und mache mir mein Bild. Dabei kann ich in die Leute nicht wirklich reinschauen. Kann nicht sehen, wie sie leben, was ihre Träume sind, was sie im Innersten antreibt. Das Wesentliche ist unsichtbar. Ich kann es erfahren – aber nur, wenn ich mich persönlich auf die Welt meines Gegenübers einlasse.

So ist das auch mit dem Glauben. Klar, manches lässt sich beobachten, wenn einer in die Kirche geht, zum Beispiel, oder eine staubfreie Bibel zu Hause hat. Aber das sind Äußerlichkeiten, wie die Sachen im Einkaufswagen. Was einen im Innersten antreibt, wenn man Gott vertraut, das kann ich nicht sehen. Das kann ich nur erfahren, wenn ich mich darauf einlasse.

In der Bibel wird Glaube deshalb als „Geheimnis“ bezeichnet. Es lautet, so steht es in Kolosser 1,27 wörtlich:

Christus lebt in euch! Und damit habt ihr die feste Hoffnung, dass Gott euch Anteil an seiner Herrlichkeit gibt.

Das bedeutet: Wer glaubt, in dem lebt Jesus Christus. Unsichtbar und innendrin. Und dadurch hat man eine feste Hoffnung auf eine gute Zukunft, die von Gott kommt.

Wenn das wirklich stimmt, dann kann man sich das wirklich nicht so richtig von außen vorstellen.  Aber man kann es erleben.

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