Leiter-Latte

In den meisten Unternehmen und Organisationen gibt es sie: Zieldefinitionen. Was wollen wir erreichen? Wo wollen wir stehen in ein, zwei, fünf Jahren? Und es ist die Aufgabe von Leitern, die Latte für ihre Mitarbeiter auf die entsprechende Höhe zu legen.

Aber wer legt eigentlich die Latte für die Leiter selber auf? Wer steckt ihre Ziele?

In jeder komplexen Organisation gibt es eine Hierarchie, wo Leiter ihrerseits Ziele vorgegeben bekommen. Und doch steckt in jedem echten Leiter eine innere Motivation, sich selber die Latte höher zu legen. Leiter lassen sich ihre Standards nicht einfach von außen oder von oben setzen – sie setzen ihre Standards selber. Echte Leiter haben höhere Erwartungen an sich selber, als andere sie an den Leiter haben.  Deshalb sind Leiter nicht einfach nur deshalb zufrieden, weil andere mit ihnen zufrieden sind.

Wo gebe ich mich damit zufrieden, einfach nur den Erwartungen anderer zu entsprechen? Und wo ist es dran, mir selber die Latte selber höher legen?

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Das Geheimnis seines Erfolges

Bin über eine interessante Aussage von John Wooden gestolpert – er war ein legendärer Baseballtrainer in USA. Mit seinem UCLA-Team hat er reihenweise Erfolge eingefahren. Und gegenüber seiner Mannschaft angeblich nie über „Gewinnen“ gesprochen. Seine Definition von Erfolg war nicht, besser zu sein als die Konkurrenz. „Auf die anderen habe ich sowieso wenig Einfluss“, sagt John Wooden. Und weiter:

Success means becoming the best you can be.

Erfolg bedeutet, so gut zu werden wie man kann. Egal was die anderen tun. Bei John Wooden und seinem Team hat diese Einstellung ein enormes Potential freigesetzt… eine Herausforderung?

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Kindermund

Nicht dass ich der große Handwerker wäre, aber nach mehreren Jahren Chaos im Keller habe ich es endlich geschafft – und mein Werkzeug ordentlich an einer Holzwand befestigt. Maulschlüssel in Reih und Glied, die Schraubenzieher nach Größe sortiert. Ein gutes Gefühl.

Noch besser wurde das Gefühl, als mein Sohn (acht Jahre) die väterliche Heldentat zum ersten Mal in Augenschein nahm: „Papa, das hast du gut gemacht“.

Mir fällt auf, wie sehr mich das Lob aus Kindermund wirklich gefreut hat. Und ich frage mich: Wenn ich als menschlicher Vater mich schon so sehr über dieses Lob freue – wie viel mehr freut sich unser Vater im Himmel am Lob seiner Kinder? An einem einfachen „Papa, das hast du gut gemacht“? Ob Sonnenuntergang, ein bewegendes Musikstück, eine gute Tasse Cappuchino, ein kleines bisschen Überwinden eigener Grenzen… Anlässe gäbe es mehr als genug.

Wann werfen wir einen Blick auf die göttliche Werkbank, und sagen einmal ganz einfach: „Papa, das hast du gut gemacht“…?

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