Stärken Leben

Management-Guru Peter Drucker hat den Satz geprägt:

Feed the opportunities and starve the problems.

Irgendwie muss ich ihm recht geben: Wie oft drehen, ja kreisen wir um unsere Schwachstellen und immer wiederkehrenden Probleme? Und lassen dabei unsere persönlichen Stärken „verhungern“- dabei sind wir viel produktiver, kreativer, leistungsfähiger, zufriedener, effektiver, … wenn wir in unsere Stärken investieren.

Wer sich vor allem um seine Schwächen kümmert, wird wahrscheinlich große Fehler vermeiden. Wer vor allem seine Stärken in die Waagschale wirft, wird wahrscheinlich große Veränderungen bewirken. Auch im Reich Gottes – finde ich. Warum sonst sollte Paulus immer wieder dazu motivieren, die vom Heiligen Geist verliehenen Begabungen auch einzusetzen und zu entwickeln? Was wäre das für ein Evangelist, der seine Zeit in Seminaren „Wie werde ich ein besserer Buchhalter“ verbringt?

Eine relativ spannende Hilfe beim Entdecken meiner persönlichen Stärken fand ich das Buch „Strengths Finder 2.0“ von Tom Rath. Dem (säkularen) Buch liegt ein Gallup-Forschungsprojekt zu Grunde, das persönliche Stärken in 34 Themenfeldern zusammenfasst. Das Ganze ist deutlich differenzierter als z.B. ein DISG-Profil und ist auch ziemlich anders als die üblichen christlichen Gabentests. Nachdem man eine Einführung in die Idee „Investiere in deine Stärken“ gelesen hat, kann man mit dem im Buch enthaltenen Freischaltcode einen (englischen) Online-Persönlichkeitstest absolvieren und bekommt 177 Fragen später eine ausführliche Auswertung mit seinen Top 5-Stärken geliefert. Komplett mit Anregungen zum Weiterdenken, wie man das in den Berufsalltag einfließen lassen könnte. Geht mit der Gemeinde natürlich entsprechend.

Das Buch liefert keine fertigen Rezepte aber eine Menge Klarheit über die eigenen Stärken und macht Mut, bewusst in diese Stärken zu investieren.

Fazit: Ausprobieren!

Mehr

Fromm

Es war wohl Hermann Bezzel, der den Begriff „Fromm“ auf besondere Weise in Worte gefasst hat:

Fromm sein heißt, die Abhängigkeit von Gott als Glück anzusehen.

Ein kurzer Satz – aber ein Ozean an Konsequenzen, je länger ich darüber nachdenke…

Mehr