Party für Sünder

Heute ist Buß- und Bettag, Feiertag nur im Bundesland Sachsen. Beten mag noch gehen – aber Buße mögen wir irgendwie nicht. Selbst wenn wir zu Jesus gehören und er „für unsere Schuld am Kreuz gestorben ist“ – diese Tatsache bleibt leider oft – viel zu oft – eine für richtig gehaltene theologische Tatsache. Gute Gefühle macht es uns nicht wirklich.

Warum reden wir eigentlich so ungern über Buße, tun so als „dürfe Sünde eigentlich nicht sein“ – obwohl im Himmel jedesmal eine Party steigt, wenn ein Sünder umkehrt? Ist das denn anders, wenn einer der zu Jesus gehört, eine Sünde bekennt und an einer Stelle seines Lebens wieder reinen Tisch macht mit seinem Herrn?

Ich wünsche mir das für mich und für unsere Gemeinden – dass wir wieder lernen, Buße positiv zu sehen. Seinen eigenen Macken ins Gesicht zu sehen tut weh. Aber ihre Vergebung – die sollten wir feiern lernen!

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Durst

„Ich hab Durst… Papa – ich hab so Durst“. Beim vierten, fünften Mal nervt mich mein Sohn dann doch gewaltig. Woher soll ich jetzt etwas zu trinken nehmen, während wir im Auto sitzen und zum Einkaufen unterwegs sind? Warum fragt er überhaupt so oft – hält er mich für taub, oder hält er mich für einen Rabenvater, der ihm ein dringendes Bedürfnis nicht erfüllen will?

Ich frage nach: „Denkst Du, dass ich weiß, dass Du Durst hast?“ – „Ja.“
„Denkst Du, dass ich in der Lage bin, Dir etwas zu Trinken zu geben?“ – „Ja.“
„Denkst Du, dass ich Dir gerne etwas gebe, was Du dringend brauchst?“ – „Nein.“

Als ich den Schlag gegen meine väterliche Selbstwahrnehmung überwunden habe, geht mir auf, dass ich mit Gott oft genau das gleiche Problem habe. Ich bin ziemlich sicher, dass er mich hört wenn ich bete. Ich bin ziemlich sicher, dass er alle Macht hat, mir zu geben was ich will. Ich bin mir nicht mehr ganz so sicher, dass er mir gerne gibt, was ich will…

Wenn es bei mir unterschwelliges Misstrauen Gott gegenüber gibt – dann genau an dieser Stelle…

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Das Gute Leben

Bin in The Divine Conspiracy von Dallas Willard mal wieder auf einen Edelstein gestoßen. Sinngemäß:

You have no life apart from who you are right now – you have to find the goodness of God in the life you live now.

Wie oft lebe ich im „Wenn…dann“, anstatt Gott mitten im Jetzt zu vertrauen: Wenn ich erstmal dieses Problem unter den Füßen habe… wenn ich erstmal diese Hürde geschafft habe…. dann wird mein Leben gut.

Kann es sein, dass Gott auch dann erst wirklich gut ist? Ich wünsche mir diesen Blick für die Güte Gottes – heute, hier, jetzt.

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