Fromm

Es war wohl Hermann Bezzel, der den Begriff „Fromm“ auf besondere Weise in Worte gefasst hat:

Fromm sein heißt, die Abhängigkeit von Gott als Glück anzusehen.

Ein kurzer Satz – aber ein Ozean an Konsequenzen, je länger ich darüber nachdenke…

Mehr

Wo Sünder sicher sind

Guter Gedanke aus einer Predigt von Erwin McManus über Jesus und die Ehebrecherin:

Es gibt einen perfekten sicheren Ort für Sünder, die sich ihrer Sünde bewusst sind – der heilige Gott selbst. Die Pharisäer schleppen die Ehebrecherin zu Jesus und berufen sich auf das Gesetz, um sie zu verdammen. In ihren Händen ist sie in Lebensgefahr.

„Wer von euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein“, sagt Jesus – und sie gehen weg. Nur der einzige, der wirklich heilig und sündlos ist – Jesus – ist ein sicheres Gegenüber für die Ehebrecherin.

Warum versuchen wir so oft, das Gesetz zu benutzen um andere zu verdammen? Dazu ist es nie gedacht gewesen. Gott braucht das Gesetz nicht, um uns zu richten und zu verdammen – wir sind auch ohne Gesetz komplett verloren ohne ihn.

Aber das Gesetz kann uns helfen uns klar zu machen, dass wir ihn brauchen – alle. Warum heben wir so schnell Steine auf, anstatt uns vor die Nackten zu stellen?

Mehr

glaub-würdig

Neues Buch angefangen: Building Leaders von Aubrey Malphurs und Will Mancini. Hauptthema ist die Leiterschaftsentwicklung in christlichen Kirchen und Gemeinden (oder anderen Organisationen). Im ersten Kapitel über Leiterschaftsgrundlagen bin ich über das Thema „Glaubwürdigkeit“ (credibility) gestolpert. Malphurs und Manici sehen drei Faktoren, die einen Menschen (und einen Leiter) Glaubwürdigkeit verleihen:

credibility = character + competence + clear direction

Klingt sehr vereinfacht, und OK – brauchen wir wirklich drei mal den gleichen Anfangsbuchstaben? Aber je länger ich darüber nachdenke, um so einleuchtender finde ich es.

Um so mehr Beispiele fallen mir ein von Menschen, die ich unbewusst glaubwürdig finde: Weil alle drei Faktoren Charakter, Fachkompetenz und klare Marschrichtung mehr oder weniger stark ausgeprägt vorhanden sind. Um so mehr Beispiele fallen mir ein von Menschen, die ich unbewusst wenig unglaubwürdig finde: Weil sie vielleicht fachlich top sind, aber deutliche Charakterschwächen haben. Oder weil sie sehr zielstrebig rüberkommen, aber eigentlich nicht wissen, wovon sie reden.

Und ich frage mich: Welche Faktoren begünstigen wir in unserer Arbeitswelt, unserer Gesellschaft, unseren Talk-Shows… unseren Gemeinden? In welchem Bereich bin ich selbst unterbelichtet?

Mehr