Glücklich verheiratet?

Neulich bei einer Frage- & Antwortrunde zu einer Predigt von Erwin McManus. Ein Zuhörer fragt McManus, was er machen soll, wenn er in seiner Beziehung „nicht das zurückbekommt, was er sich erhofft hat“.

Antwort: „The Blessing is not in the receiving, the blessing is in the giving“. Zu Deutsch: Man liebt nicht, um dabei zu gewinnen. Sondern umgegekehrt liegt der Gewinn darin, den oder die andere lieben zu dürfen.

Jesus hat mal gesagt: Geben ist seliger als Nehmen. Ich glaube, das gilt auch für die Ehe. Und ich glaube, ich werde eine Weile brauchen, das wirklich umzusetzen.

Aber ich glaube auch, dass es sich lohnt…

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Tod durch Powerpoint

Jeden Tag werden weltweit 30 Millionen Präsentationen mit Powerpoint erstellt. Oft bestehend aus stundenlangen Folienreihen, Textwüsten, endlose Sammlungen von Aufzählungspunkten – so einfach Präsentieren mit PowerPoint scheint, so sehr verführt das Gespann aus Software und Beamer auch zu schlechten Vorträgen.

Nun schlagen leidgeplagte Vortragende und Freunde guter Reden zurück: Es geht auch anders. Und zwar mit Powerpoint.

Zum Beispiel Pecha Kucha: Zwei Architekten erfinden einen neuen Vortragsstil, bestehend aus exakt 20 Folien, die jede exakt 20 Sekunden zu sehen ist und dann automatisch weiterschaltet zur nächsten. Wenn sich der Vortragende verzettelt, passen Rede und Folie nicht mehr zusammen. Ein Instrument der Barmherzigkeit für die Zuhörer und zur Selbstdisziplinierung: In 6:40 Minuten ist jeder Vortrag vorbei – garantiert.

Oder Ignite: Die gleiche Vorgehensweise, ein etwas anderes Zeitschema. Ein Vortrag dauert exakt fünf Minuten, 20 Folien zu je 15 Sekunden lang (so sieht das für die Zuschauer aus).

Sowohl bei Pecha Kucha als auch bei Ignite gibt es in inzwischen öffentliche Wettbewerbe und Veranstaltungen, wo man den kurzen und knackigen Vorträgen zuhören kann. Daraus hat sich fast schon so etwas wie eine Kunstform entwickelt.

Nicht jeder ist so experimentierfreudig, seine nächste Ansprache oder seinen nächsten Vortrag einmal im Stil von Pecha Kucha oder Ignite zu halten. Aber Mut zur Kürze (und Würze) machen diese Beispiele, finde ich. Im Interesse der Zuhörer öffentlicher Rede und der Powerpointgeplagten dieser Welt frage ich mich: Wenn ich das Wichtigste nicht in fünf bis sechs Minuten sagen kann – wie will ich es dann überhaupt sagen können?

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Next Generation Leader

„Nicht schon wieder ein Leiterschaftsbuch“ – ich kann manche schon stöhnen hören. Zu oft sind wir bombadiert worden mit „10 easy steps“ oder dem ultimativen Konzept für Gemeindewachstum.

Habe gestern „Next Generation Leader“ von Andy Stanley angefangen. Obwohl ich in den letzten Monaten sehr viele Bücher und Podcasts über Leiterschaft und verwandte Themen verschlungen habe, bin ich von Andy Stanleys Buch spontan begeistert (und ich habe auch schon Bücher weggeworfen weil sie einfach schlecht waren!).

Bei Stanley finde ich eine ziemlich seltene Kombination aus einem gleichzeitig bescheidenen und äußerst klarem und direkten Stil. Er verteilt rund 160 Seiten auf fünf einfache inhaltliche Teile: Kompetenz, Mut, Klarheit, Coaching und Charakter. Das war’s. Stanley bezieht die geistliche Sicht der Dinge mit ein, schreibt aber nicht nur für Leitung in Gemeinden; vieles passt genauso wie auf Gemeinden auch auf Unternehmen – und alles dazwischen. Ich würde das Buch auf eine Ebene – und ein Regal – mit „Mutig führen“ von Bill Hybels stellen (wobei Hybels sich deutlich stärker auf das Thema Gemeindewachstum bezieht).

„Next Generation Leader“ ist nicht nur eine Fundgrube von Kernsätzen, an denen man länger zu kauen haben dürfte („Versuchen Sie nicht, überall gut zu sein. Aber seien Sie da, wo Sie gut sind, wirklich gut“). Sondern räumt auch ganz nebenbei mit gängigen falschen Vorstellungen auf („Führungskräfte dürfen keine Schwäche zeigen“). 

Ganz neu aufgegangen ist mir ein Gedanke aus dem Kapitel „Mut“:

Ein Leiter ist nicht unbedingt der Klügste in einem Team. Auch nicht der Kreativste. Er ist nicht unbedingt der erste, der eine Chance wittert. Aber ein Leiter ist derjenige der als erster den Mut hat zu handeln. 

Wer nur ein einziges Buch über Leiterschaft lesen möchte, das nicht zu stark auf das Thema „Gemeindewachstum“ abzielt – der werfe dringend einen Blick in „Next Generation Leader“ von Andy Stanley.

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