Wie einfach ist Gottvertrauen?

ERF Erschienen als Beitrag im Medienmagazin ERF ANTENNE

„Man soll die Dinge so einfach wie möglich machen, aber nicht einfacher“ – hat Albert Einstein gesagt. Und damit gefordert, Dinge nicht komplizierter zu machen, als sie sind, aber auch nicht unzulässig zu vereinfachen.

Als Menschen sind wir ja grundsätzlich zu beidem fähig: Das Leben unnötig kompliziert zu machen. Oder es sich zu einfach zu machen.

Wer die Dinge unnötig kompliziert macht, der möchte vielleicht alles 100% korrekt machen. So entsteht Bürokratie: Alles wird aus guten Gründen ver-kompliziert, und am Ende ist niemand mehr für das Ganze wirklich verantwortlich. Wer es sich umgekehrt zu einfach macht, dem ist vielleicht die Sorgfalt im Denken oder Handeln zu lästig. So entsteht Populismus: alle Probleme haben scheinbar einfache Lösungen, aber am Ende will niemand die Verantwortung in der Praxis und das Risiko des Irrtums übernehmen.

Und wie ist das mit dem Glauben, mit einem Gott vertrauenden Leben?

Manche Menschen denken ja, die Sache mit Gott und Jesus und der Bibel sei sehr kompliziert. Andere meinen, gläubige Menschen machten sich die Sache viel zu einfach. Dabei hat schon der alttestamentliche Prophet Micha sehr einfach und klar auf den Punkt gebracht, was es bedeutet, Gott zu vertrauen:

„Nichts als Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott. (Micha 6,8).

Ich schlage vor: Machen wir es nicht unnötig kompliziert, und machen wir es uns nicht zu einfach. In diesem einen Bibelvers steckt für mich ein lebenslanges Übungsfeld für Gottvertrauen.

Übst du mit mir?

 

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