Theologie
Kurze Denkanstöße zu Führung, Orientierung und Inspiration – für Sinnstifter zwischen Anspruch und Alltag.
Wenn man vor lauter Frömmigkeit Gott nicht sieht
Religion macht absurd. Ich staune immer wieder darüber: Die eigenen Vorstellungen darüber, wie Gott zu handeln hat, können völlig blind dafür machen, wie er tatsächlich handelt. Es ist tatsächlich möglich, vor lauter Frömmigkeit Gott nicht zu sehen. Ein besonders klares Beispiel für diese Absurdität der menschlichen Seele wird in Johannes 9 beschrieben. Das eigentliche Handeln…
Produziert das Evangelium Serienkiller?
Mit dieser Frage treibt Pastor Tullian Tchividjian (nennen wir ihn ruhig „Der Unaussprechliche“) eine Angst auf die Spitze, die er immer wieder bei Christen beobachtet: Die Angst, dass das absolute, intensive, ausgedehnte Predigen von der Gnade Gottes aus den Zuhöreren Menschen machen würde, die Gottes Maßstäbe für ihr Leben nicht mehr ernst nähmen. „Zuviel Gnade“…
Pfingsten und Kontrollverlust
Am Wochenende ist Pfingsten: Geburtsstunde der christlichen Gemeinde, Stunde Null der Mission, Geist-Fest. Heute morgen sagte eine Kollegin (sinngemäß): „Wir haben in Deutschland den Heiligen Geist ein Stück weit wiederentdeckt – jetzt müssen wir nur noch lernen, dass wir nicht den Geist dirigieren, sondern er uns“. Es geht also nicht um die Frage „Hast du…
Die Bibel für Dumme
Wie klug muss man eigentlich sein, um die Bibel zu verstehen? Es ist eine der Errungenschaften der Reformation, der Luthers und Calvins und Zwinglis, die Heilige Schrift aus dem Elfenbeinturm der verfassten Religiosität zu entwenden und für das einfache Volk zugänglich zu machen. Gestern abend habe ich einen Teil des „Philosophischen Quartetts“ im Fernsehen gesehen.…
Ein Gott, an den ich nicht glauben könnte
„Wie kann man an einen Gott glauben, der so viel Leid auf der Welt zulässt…?“ – wer hat sich das noch nie gefragt (oder wurde das noch nie gefragt)? John Stott sagt zur Frage nach Gott und dem Leid: I could never myself believe in God, if it were not for the cross…In the real…
Kirchentag: Schuldlos – Rettungslos?
300.000 Menschen beim Abend der Begegnung in Bremen – der 32. Deutsche Evangelische Kirchentag ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass Christen Verantwortung übernehmen in und für die Welt, in der sie leben. Und das ist gut so. Während Christen mit evangelikaler Prägung bei der Einmischung in gesellschaftspolitische Themen oft „Unterwanderung der freiheitlichen Grundordnung“ unterstellt wird…
