Corona: Wofür wir Christen jetzt einstehen müssen

Diesen Beitrag habe ich vor gut einem Jahr veröffentlicht, im November 2020. Ich finde ihn immer noch aktuell – leider:

https://youtu.be/KnUmEXB6nEQ

Wir leben in einer Zeit tiefer Verunsicherung. Im März hat die erste Corona-Welle unser ganzes Land in Schockstarre versetzt. Im Sommer haben wir gedacht, wir hätten alles im Griff. Und jetzt, im November, nimmt die Pandemie neue Fahrt auf – und mit ihr kommen neue Einschränkungen. Niemand weiß, wie sich die nächsten Wochen politisch und wirtschaftlich auf uns alle auswirken werden. Und niemand kann garantieren, dass wir in den Wintermonaten nicht doch viele Menschen verlieren werden.

Die Pandemie legt erbarmungslos die Bruchlinien und Unterströmungen in unseren Haltungen und Überzeugungen offen – in unseren Betrieben und Kirchengemeinden, unseren Familien und Freundeskreisen. Viele sind wund gerieben zwischen moralisierender Belehrung, arroganter Besserwisserei und rücksichtlosem Egoismus. Viele sind ausgelaugt von immer neuen Sondersendungen, immer neuen Regeln und immer neuer Bitterkeit in sozialen Netzwerken. Viele sind aufgewühlt von Meinungsmachern und Wichtigtuern, Welterklärern und Verschwörungspredigern.

Und mittendrin: Wir Christen. Mittendrin: Auch ich. Mittendrin müssen wir Christen für etwas einstehen. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Wir Christen müssen jetzt einstehen für Besonnenheit. Verunsicherung bedeutet immer auch Verführbarkeit. Menschen geraten in ihrem Herzen, Gedanken und Verhaltensweisen auf Irrwege, lassen sich treiben und aufpeitschen. Wer bewahrt jetzt einen kühlen Kopf, wer verweigert sich einfachen Erklärungen, wer steht jetzt ein für Besonnenheit?

Wir Christen müssen jetzt einstehen für Barmherzigkeit. Miteinander gerät immer mehr zum Gegeneinander, Rücksichtnahme mit den Ängstlichen und Schwachen steht gegen Rechthaberei der Starken. Wer sieht hinter Angst, Überforderung und Besserwisserei immer noch ein Gegenüber, hinter dramatischen Zahlen die Würde des einzelnen Menschen? Wer steht jetzt ein für Barmherzigkeit?

Und wir Christen müssen jetzt einstehen für Hoffnung. Eine Hoffnung, die sich diese Welt nicht selbst geben kann. Eine Hoffnung, die weit über das über das hinausgeht, was menschlich verstehbar oder machbar ist. Wir Christen wissen, dass es diese Hoffnung gibt. Wir erleben, dass diese Hoffnung eine Person ist: Jesus Christus. Wir wissen um seine unsichtbare Gegenwart mitten in einer unsicheren Zeit. Wir leben von seiner Kraft mitten in der Krise. Wir beten um seinen Frieden, den diese Welt sich nicht selbst geben kann, aber so dringend braucht.

Besonnenheit, Barmherzigkeit, Hoffnung – dafür müssen wir Christen jetzt einstehen. Und dafür stehen wir ein bei ERF Medien. Mit unseren Medienangeboten halten wir Besonnenheit, Barmherzigkeit und Hoffnung hoch. Danke, wenn Sie uns dabei aktiv unterstützen durch Ihr Weitersagen, Ihr Gebet oder Ihre Spende.

Aber vor allem: Verlieren Sie nicht den Mut! Bleiben Sie bewahrt und zuversichtlich! Und stehen Sie mit uns ein für Besonnenheit, Barmherzigkeit und Hoffnung!

Jörg Dechert
ERF Vorstandsvorsitzender

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