All you need is love

„All you need is love“ – haben die Beatles gesungen. Alles, was Du brauchst, ist Liebe. Der bekannte Song von John Lennon trifft irgendwie den Kern des menschlichen Wesens: Jeder Mensch braucht Liebe.

So klar das Bedürfnis nach Liebe ist, so unklar sind unsere Vorstellungen davon. Was ist Liebe? Ein romantisches Gefühl? Die Gewissheit, angenommen und gewollt zu sein? Was bedeutet es, jemanden zu lieben – und woher nehmen wir die Gewissheit, selber geliebt zu sein?

Diese Fragen prägen alle menschlichen Beziehungen. Auch die Beziehung zu Gott, den Glauben. Im Neuen Testament setzt sich der Apostel Johannes in einem Brief mit diesen Fragen auseinander. Er schreibt (im 1. Johannesbrief Kapitel 4):

Das ist die wahre Liebe: Nicht wir haben Gott geliebt, sondern er hat uns zuerst geliebt und hat seinen Sohn gesandt, damit er uns von unserer Schuld befreit.

Johannes legt das Fundament von Liebe frei: Gottes Liebe zu den Menschen. Gottes Liebe lässt sich nicht einmal davon stoppen, dass ich an Gott schuldig werde. Gottes Liebe befreit mich von meiner Schuld – und befreit mich dazu, dass ich andere Menschen lieben kann, selbst wenn sie an mir schuldig werden.

Das ist die wahre Liebe, die Sie und ich heute wirklich brauchen. In diesem Sinne würde ich John Lennon zustimmen: All you need is love!

 

(erschienen in der Sendereihe Anstoß bei ERF Plus)

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Das Tischtuch ist zerschnitten

„Das Tischtuch ist zerschnitten“ – das sagen wir, wenn ein Konflikt zwischen zwei Menschen so eskaliert ist, dass es kein Zurück mehr gibt. Diese Redensart stammt aus dem 16. Jahrhundert, als bei einer Ehescheidung symbolisch das gemeinsame Tischtuch zerschnitten wurde als Ausdruck der Trennung. Die beiden Eheleute teilen nicht länger Tisch und Bett miteinander. Sie reden nicht mehr miteinander. Sie gehen getrennte Wege. Das Tischtuch ist zerschnitten.

„Das Tischtuch ist zerschnitten“ – so eine Trennung hatte auch der alttestamentliche Prophet Jeremia dem Volk Israel auszurichten. Über Jahre und Jahrzehnte hinweg hatten sie sich immer mehr von Gott abgewandt. Längst brachten sie den Götzen der heidnischen Nachbarvölker mehr Verehrung und Vertrauen entgegen als dem Gott, der sie vor langer Zeit aus Ägypten befreit und ins gelobte Land geführt hatte.

Allen Warnungen und Mahnungen der von Gott beauftragten Propheten konnten das Volk nicht umstimmen, und nun hatte Jeremia von Gott den Auftrag, dem Volk die Konsequenzen seines Verhaltens klar zu machen und anzuzeigen: (mehr …)

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Wie man Berge versetzt

„Wenn ihr glaubt, werdet ihr alles bekommen, worum ihr im Gebet bittet.“

Manche Sätze von Jesus sind so einfach, dass ein Kind sie verstehen kann. Und so einfach, dass ein erwachsener, kritisch denkender Mensch sich dagegen auflehnt.

„Wenn ihr glaubt, werdet ihr alles bekommen, worum ihr im Gebet bittet.“

So einfach kann das doch nicht sein, oder? Gott ist doch kein Automat, in den ich oben mein Gebet einwerfe und unten die Erfüllung meiner Wünsche rauskommt, oder? Jesus, das kannst du doch so nicht gemeint haben, oder?

Wenn Jesus das nicht so gemeint hat – wie hat er es denn gemeint? Ich gehe davon aus, dass Jesus seinen Freunden nicht irgendwelche haltlosen Versprechungen gemacht hat, sondern genau wusste, wovon er sprach. In welche Situation hinein hat Jesus diesen einfachen Satz gesagt? (mehr …)

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