Wie wäre das, in einem Land zu leben, in dem Trinkwasser knapp ist? Vielleicht irgendwo in einer afrikanischen Wüste oder in einer asiatischen Steppe? An einem Ort, wo ich nicht einfach wie bei uns in Mitteleuropa den Wasserhahn aufdrehen kann, um zu trinken, zu duschen, zu kochen, Pflanzen zu gießen oder Wäsche zu waschen?

 Wenn ich mir ein solches Land bildlich vorstelle, dann und erst dann vermag ich wirklich zu schätzen, was im Neuen Testament in Offenbarung 21,6 gemeint ist, wo es wörtlich heißt:

 Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.

 Das ist der Leitvers, der über dem neuen Jahr 2018 ausgelost worden ist. Es ist das Versprechen Gottes für alle Menschen, die ihm ihr Vertrauen schenken.

 Und ich überlege, welcher Durst das zu Ende gehende Jahr 2017 geprägt hat: Vielleicht der Durst nach Erfüllung? Der Durst nach neuer Kraft? Oder der Durst nach einer neuen Perspektive?

 Wie auch immer mein Durst im Jahr 2017 ausgesehen haben mag – mit seinem Versprechen bittet Gott für das neue Jahr 2018 neu um meine Aufmerksamkeit und mein Vertrauen. Und er erklärt seinen Willen, auch im neuen Jahr den Durst meines Lebens zu beantworten, nicht mit Brackwasser, sondern mit „lebendigem Wasser“. Nicht als Gegenleistung für mein Bemühen, sondern „umsonst“.

 „Ich will…“, sagt Gott – nehme ich dieses Versprechen Gottes mit ins neue Jahr? Kann und will ich Gott mein Vertrauen schenken, dass er meinen Durst stillen wird?

 Was mich angeht – ich möchte diesem Gott im neuen Jahr neu begegnen. Und erleben, wie er den Durst der Seele wirklich stillt.

 Ein gesegnetes neues Jahr 2018!