Nicht dass ich der große Handwerker wäre, aber nach mehreren Jahren Chaos im Keller habe ich es endlich geschafft – und mein Werkzeug ordentlich an einer Holzwand befestigt. Maulschlüssel in Reih und Glied, die Schraubenzieher nach Größe sortiert. Ein gutes Gefühl.

Noch besser wurde das Gefühl, als mein Sohn (acht Jahre) die väterliche Heldentat zum ersten Mal in Augenschein nahm: „Papa, das hast du gut gemacht“.

Mir fällt auf, wie sehr mich das Lob aus Kindermund wirklich gefreut hat. Und ich frage mich: Wenn ich als menschlicher Vater mich schon so sehr über dieses Lob freue – wie viel mehr freut sich unser Vater im Himmel am Lob seiner Kinder? An einem einfachen „Papa, das hast du gut gemacht“? Ob Sonnenuntergang, ein bewegendes Musikstück, eine gute Tasse Cappuchino, ein kleines bisschen Überwinden eigener Grenzen… Anlässe gäbe es mehr als genug.

Wann werfen wir einen Blick auf die göttliche Werkbank, und sagen einmal ganz einfach: „Papa, das hast du gut gemacht“…?