Wir bewundern Menschen, die etwas davon besitzen. Wir finden Menschen lächerlich, die es zur Schau stellen. Und wir hätten selbst gerne mehr davon. Die Rede ist vom  Selbstvertrauen.

Selbstvertrauen  – das ist das Sich-selbst-vertrauen, sicher zu sein in dem, wer ich bin, was ich kann, was ich wert bin. Es ist das Vertrauen dass die eigenen Fähigkeiten ausreichen um der aktuellen Situation gewachsen zu sein. Woher bekommt man es, dieses Selbstvertrauen?

Ich kenne Leute, die beziehen ihr Selbstvertrauen aus dem Vergleichen mit anderen: „Ich kann das besser als die anderen“, sagen sie. Andere beziehen ihr Selbstvertrauen aus der Bestätigung der anderen: „Die anderen finden mich gut“, denken sie. Ich finde, beides bringt mich nicht wirklich weiter. Der Vergleich mit anderen macht leicht arrogant, und wer von der Bestätigung anderer Menschen lebt, öffnet Manipulation Tür und Tor.

Nein, für wahres Selbstvertrauen muss es eine andere Quelle geben. Der Apostel Paulus hat sie im Neuen Testament einmal beschrieben, als er wieder einmal öffentlich kritisiert wurde und er sich selbst zu fragen begann, ob seine Arbeit wirklich gute Früchte tragen würde. In 2. Korinther 3 schreibt er, woher in dieser Situation sein Selbstvertrauen kommt: Solches Vertrauen haben wir durch Christus zu Gott.

Paulus weiß: Mein Selbstvertrauen kommt von Gott, der mich gemacht hat. Der mich in diese Welt gestellt hat und der mich durchs Leben leitet. Mein Selbstvertrauen kommt nicht von anderen Menschen, sondern von Gott selbst. Gott kann mir sagen, wer ich bin. Gott hat mir geschenkt, was ich kann. Gott macht mich durch seine Liebe wertvoll.

Mit diesem Gott kann ich frei und ohne Arroganz oder Manipulation durchs Leben gehen. Ganz selbstbewusst.

(erschienen in der Sendereihe Anstoß bei ERF Plus)