In Christus liegen verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.

Was für ein Satz. Weisheit und Erkenntnis – das wär’s. Erfahren, was ich in meinem Leben erkennen soll und wissen muss. Das wäre wirklich etwas wert, oder? Ein echter Schatz!

Bleiben wir noch kurz beim Thema Schatz… Ich glaube: Alle Menschen sind Schatzsucher. Alle Menschen haben etwas, dass sie wert-schätzen, das ihnen erstrebens-wert erscheint, das das Leben lebens-wert macht. Einen Schatz. Jesus hat einmal gesagt: „Wo dein Schatz ist, da ist dein Herz“. Was wir wertvoll und erstrebenswert finden, daran binden wir uns. Wir bestimmen, was wir suchen und wertschätzen. Und umgekehrt: Das, was wir suchen und wertschätzen, das bestimmt uns.

Und so wie jeder Einzelne auf Schatzsuche ist, so ist es auch die Menschheit als Ganzes. Alle gesellschaftlichen Bewegungen und alle Religionen sind geprägt von der Suche nach Sinn und Ziel, nach einem guten Leben, nach einem Schatz.

Das war zur Zeit des Neuen Testaments nicht anders als heute: Viele Sinnangebote, die den Menschen Weisheit und Erkenntnis versprechen. Viele Menschen auf der Suche nach ihrem Schatz. Und mittendrin die ersten christlichen Gemeinden mit der Guten Nachricht: Gott ist in Jesus Christus in diese Welt gekommen, um alle Menschen zu retten und an sein Herz zu ziehen. Durch die Hinwendung zu Jesus Christus bekommt das Leben einen Wert und Sinn, und eine Hoffnung über den Tod hinaus.

Die Verbindung zu Jesus Christus ist ein Schatz, für den es sich zu leben und auch zu sterben lohnt. Das hatten die ersten Christen erlebt, und davon waren sie überzeugt. Darauf bezieht sich der Apostel Paulus, wenn er in seinem Brief an die junge Gemeinde in Kolossä schreibt (Kolosser 2,3):

In Christus liegen verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis!

Paulus hämmert diesen Satz wie einen Zaunpfahl mitten hinein in die bunte Vielfalt der Sinnangebote und Lebenszielanbieter. Er ringt damit um die Christen, die in ihrem noch jungen Glauben immer wieder umgetrieben sind von der Schatzsuche der vielfältigen Philosophien und Lehren und Religionen, die um sie herum toben. Und er bittet sie inständig: Lasst euch nicht irreführen! Lasst euch nicht manipulieren! Lasst euch nicht von eurem Gottvertrauen weg- und auf eine falsche Fährte führen! In Christus liegen verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis!

Diese Herausforderung gilt noch heute, zu wählen worin ich meinen Schatz sehe und woran ich mein Herz hänge. Und ich entscheide mich, auf die Worte von Paulus und auf die Erfahrung von Christen seit 2.000 Jahren zu bauen: In Christus liegen verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis!

An diesem Christus hängt mein Herz. Er ist mein Schatz. Ihm will ich vertrauen, dass er mir entdecken hilft, was ich auf der nächsten Wegstrecke meines Lebens erkennen soll und wissen muss.

 

(erschienen in der Sendereihe Wort zum Tag bei ERF Plus)