Etwas ist ausgerastet in unserer Gesellschaft. Menschen, die einander nicht kennen, beschimpfen sich in sozialen Netzwerken, Sanitäter werden im Einsatz angegangen, gesellschaftlich Engagierte eingeschüchtert, Bürgermeister bedroht. Wer für seine Überzeugungen einsteht, erntet nicht nur Widerspruch in der Sache, sondern wird persönlich herabgewürdigt und moralisch ins Abseits gestellt. Und viel zu viele Christen mischen dabei leider mit.

Ich befürchte: Ohne den inneren Kompass des Respekts verlieren wir alle – in den Medien, in sozialen Netzwerken und auch in unseren christlichen Kirchen und Gemeinden. Wenn wir dieser Entwicklung weiter tatenlos zusehen, untergraben wir als Gesellschaft unsere Fähigkeit zur Kooperation und als Christen unsere Glaubwürdigkeit.

Es reicht – Zeit für eine neue Streitkultur!

Als Christen handeln wir in dieser Welt im Auftrag von Jesus Christus, dem wir folgen. Der Zweck heiligt dabei nicht die Mittel. Das Evangelium ist das Lösungsangebot, um Konflikte in einer versöhnlichen Haltung auszutragen. Wir mögen in gesellschaftspolitischen oder weltanschaulichen Fragen Differenzen haben, aber wir haben nicht das Recht, anderen Menschen die Würde zu nehmen oder den Glauben abzusprechen.

Jesus Christus hat die Liebe untereinander zum Erkennungsmerkmal seiner Nachfolger erklärt. Daran wollen wir uns ausrichten. Daran wollen wir wachsen. Daran wollen wir festhalten. Dem wissen wir uns als Christen verpflichtet.

Ich laden Sie ein: Machen Sie diese Verpflichtung auch zu Ihrer eigenen. Unterstützen Sie unsere Kampagne für eine neue Streitkultur, indem Sie unsere Online-Petition jetzt unterzeichnen. Und setzen Sie sich gemeinsam mit dem Team ERF und vielen weiteren Unterstützern ein für eine neue Streitkultur!

Online-Petition und Anregungen zum Thema „Streitkultur“ unter www.erf.de/streitkultur

 

(erschienen im ERF Medienmagazin ANTENNE)