Stichwort: Büro

10 Tipps für ein papierloses Büro

Heute hat mich ein Freund gefragt, wie man eigentlich ein papierloses Büro schaffen kann. OK, sagen wir ein nahezu papierloses.

Die grandiosen Versprechungen aus den Zeiten, als man noch von „EDV“ sprach sind, ebenso grandios gescheitert – und doch ist es möglich, einem geregelten Bürojob nachzugehen ohne im Lauf eines Berufslebens einen kleinen Wald auszulöschen.

Hier also 10 Tipps für ein papierloses Büro:

  1. Die Menge an Papier reduzieren, das das Büro betritt: Wann immer möglich, Unterlagen von anderen Leuten in digitaler Form anfordern!
  2. Wer viele Kontakte verwaltet: Visitenkarten immer gleich nach Erhalt digitalisieren und dann wegwerfen
  3. Wer dienstlich viele Zeitschriften liest: Alles abbestellen, was man nicht wirklich haben will bzw. wozu es ebenso gute Blogs oder Newsfeeds gibt
  4. Nur einen Posteingangskorb auf dem Schreibtisch, in den alles an Papier reinkommt. Was immer man rausnimmt: alles wird nur einmal angefasst und führt dann zu: Aktion oder Delegation oder Ablage oder Vernichten.
  5. Dazu kommt nur ein einziger Stapel für Papier, das man „bei Gelegenheit mal lesen sollte“. Also für alles, was zwar interessant, aber nicht dringlich oder zeitnah wichtig ist.
  6. Damit man Informationen einem digitalen Ablagesystem anvertraut, muss man von dessen Zuverlässigkeit bis ins Unterbewusstsein hinein überzeugt sein. Also ein gescheites digitales Ablagesystem aufbauen. Das Mailprogramm ist übrigens keins.
  7. Wegwerfen, wegwerfen, wegwerfen – aufgehoben wird nur, was einen definierten Platz im Ablagesystem hat und nicht digital verfügbar ist und was tatsächlich taugt als Nachschlagewerk, als Dokumentation oder als nostalgische Erinnerung.
  8. Möglichst schlankes Papier-Ablagesystem verwenden: Hängemappen statt Ringordner, nur eine Hierarchieebene, gute Begriffe als Beschriftung. Je komplexer die Papier-Ablage, desto mehr Wald kann sich darin verstecken.
  9. Ein mobiles Endgerät (iPad o.ä.) verwenden für Tagesordnungen, Protokolle o.ä. Am besten nur das ausdrucken, was digital nicht wirklich praktikabel ist.
  10. Den Drucker weit genug wegstellen.

Welche guten Erfahrungen und praxisbewährte Empfehlungen gibt es sonst noch zum papierlosen Büro?

 

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Gott im Büro

„Geschäft ist Geschäft“, sagen die einen – und Büro-Kollegen erkennen ihren Glauben im Wesentlichen nur am Fisch auf dem Auto. „Ein Missionar hat niemals frei“, sagen die anderen – und gehen ihren Kollegen regelmäßig durch das Zustecken von Bibelspruchkarten während der Arbeitszeit auf den Nerv. Hier die zehn besten Ratschläge, wie man seinen Büro-Arbeitsplatz in eine unfruchtbare aber unschlagbar fromme Missionsstation verwandelt:

  1. Parken Sie auf dem Firmengelände immer vorwärts ein – damit der Fisch auf Ihrem Kofferraum auch für Ihre Kollegen sichtbar ist.
  2. Versenden Sie regelmäßig Powerpoint-Dateien mit den „Vier geistlichen Gesetzen“ per E-Mail an alle, die es betrifft (also an alle).
  3. Verdeutlichen Sie den Ernst der Lage durch einen Fahrplan der Endzeit-Ereignisse im A3-Format neben Ihrem Wandkalender.
  4. Unterbrechen Sie Ihre vertragsgemäße Arbeitszeit durch ein regelmäßiges Stundengebet. Nehmen Sie sich jeweils ausreichend Zeit, um auch wirklich alle Gedanken an Ihre Arbeit abzulegen und zur Ruhe zu kommen.
  5. Drucken Sie den Satz „Auch Du bist ein Sünder“ klein auf ein Stück Overhead-Folie und kleben Sie sie auf die Glasscheibe des Kopierers. Auf diese Weise vervielfältigt sich das Wort von ganz alleine!
  6. Das Wichtigste immer zuerst: Eröffnen Sie wichtige Sitzungen mit einer gemeinsamen Stillen Zeit, einer Zeit der Anbetung und einem Ruf nach vorn.
  7. Besprechen Sie die Ansage Ihres Anrufbeantworters mit einem Hinweis auf eine mögliche Entrückung und dass gegebenenfalls kein Rückruf mehr erfolgt. Die Anrufer müssen wissen, woran sie sind.
  8. Überdecken Sie das unwichtige Zettelchaos auf dem Schwarzen Brett für die Mitarbeiterschaft durch ein Poster mit Sonnenuntergang und dem Bibelvers „Der Mensch sieht, was vor Augen ist…„. Das A2-Format erzielt dabei erfahrungsgemäß eine besonders große Wirkung.
  9. Sollten Sie wegen Nichterfüllung Ihrer arbeitsrechtlichen Pflichten abgemahnt werden, zitieren Sie gegenüber dem Personalvorstand einfach Psalm 2: „Warum toben die Heiden und murren die Völker so vergeblich? Die Könige der Erde lehnen sich auf, und die Herren halten Rat miteinander wider den Herrn und seinen Gesalbten.“
  10. Widerstehen Sie standhaft der Anfechtung darüber nachzudenken, wie viele Menschen Sie durch Ihr Verhalten in ihren Vorurteilen bestätigt haben.

Ich hoffe, Sie haben gemerkt dass das eine Glosse war. Ich hoffe es wirklich.

Dahinter steht eine ganz reale Frage: Wie wirkt sich ein persönlicher, echter, lebendiger Glaube im beruflichen Umfeld wirklich aus?

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