Stichwort: Liebe

Verliebt bleiben – wie geht das?

„Sich verlieben ist einfach – aber über viele Jahre Partnerschaft und Ehe verliebt bleiben, das ist schwer“. Sagt Andy Stanley, Pastor von North Point Church in Alpharetta, Georgia. Und er legt nach: „Fast jeder Mensch möchte das eigentlich, lebenslang in den einen besonderen anderen Menschen verliebt bleiben. Fast jeder Mensch hält das auch für theoretisch erreichbar und würde es gerne anstreben. Aber kaum einer weiß, wie es geht. Oder kennt Leute, die das leben.“

Um verliebten/verlobten/verheirateten Paaren angesichts einer geringen Zahl positiver Vorbilder und einer manchmal belasteten eigenen Prägung zu helfen, ein Leben lang verliebt zu bleiben, hat Andy Stanley die Predigtreihe „Staying in Love“ aufgelegt – und ich finde, die vier Einheiten gehören zum Besten was ich zu diesem Thema seit langem gehört und gelesen habe. Alles natürlich keine bahnbrechenden Zauberlösungen, aber sehr klar und direkt formulierte Gedanken als Handwerkszeug, um an einer lebenslangen Liebesbeziehung zu arbeiten.

Zur Zeit bietet North Point Ministries die vier Predigten als kostenlosen MP3-Podcast zum Download an:

Staying in Love 1 – The Juno Dilemma (MP3, Teil 1)

Staying in Love 2 – Feelin‘ It (MP3, Teil 2)

Staying in Love 3 – Re-Modeling (MP3, Teil 3)

Staying in Love 4 -Multiple Choice Marriage (MP3, Teil 4)

Wenn der Podcast nicht mehr zur Verfügung steht (oder man noch tiefer ins Thema einsteigen möchte), gibt es „Staying in Love“ auch als DVD und ein dazu gehöriger  Study Guide.

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Feiern mit Fäusten

Bei einer Hochzeit am Samstag in Köln-Porz gibt es Streit zwischen den etwa 80 geladenen Gästen. Die beteiligten Familien geraten sich so sehr in die Haare, dass sie mit Fäusten und Stühlen aufeinander losgehen. Selbst als die Polizei schließlich eingreift, flammt die Schlägerei von neuem auf. Die Streifenbeamten rufen Verstärkung herbei, um die Streihähne zu trennen. Auslöser des Streits: Die Gäste konnten sich nicht darüber einigen, welche Musik gespielt werden sollte.

Wie widersinnig: Auf einer Familienfeier, die die Verbindung untereinander im Namen der Liebe zum Mittelpunkt haben sollte, kommt es zum heftigen Streit und zur Entzweiung. Weil anscheinend keiner über den Schatten des eigenen Musikgeschmacks springen wollte.

Das dürfte für manche christlichen Gemeinden und Kirchen ein unangenehmes Deja-Vu sein: Auch in einer Gemeinschaft, die untereinander im Namen der Liebe Gottes verbunden ist, kann es Meinungsverschiedenheiten geben. Wie widersinnig, wie tragisch, wenn das zu offener Feindseligkeit und Entzweiung führt – weil niemand bereit ist, über den Schatten des eigenen Geschmacks zu springen. Und sei es, das man sich nicht über die „richtige“ Musik im Gottesdienst einigen kann.

Ich frage mich: Wo stehe ich in Gefahr, das große Ganze aus dem Blick zu verlieren, weil ich mich zu sehr in meinen Geschmack verliebt habe – sei es nun musikalisch oder anderweitig…?

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Sünder-Magnet

Bin heute über einen interessanten Aspekt in einer Predigt von John Ortberg gestolpert. Wie stehen geistliche Reife und der Umgang mit Gott ablehnenden Menschen in Zusammenhang?

Die Pharisäer zur Zeit Jesu gaben eine klare Antwort: Sie sahen sich selbst als um so heiliger an, je mehr sie sich von moralischen Verlierern, den Schuldigen und offensichtlich Gottlosen fernhielten. Sie hätten nicht weiter von der Wahrheit entfernt sein können, wie Ortberg an zwei einfachen Fragen deutlich macht:

1. Wer war der geistlich reifste Mensch, der jemals lebte? Jesus.

2. Wer war der größte Magnet für Sünder, der jemals lebte? Jesus.

Das ist nun wahrhaft kein Zufall, sondern wachsende geistliche Reife setzt eine wachsende Liebe zu den Menschen voraus, für die Jesus sein Leben gegeben hat. Du kannst nicht Gott lieben und an den Menschen gleichgültig vorübergehen, für die er in Jesus sein Leben gegeben hat.

Ich fürchte, da habe ich noch viel geistliches Wachstum vor mir. Aber wünschen darf ich mir das ab sofort – ein bisschen mehr Magnet zu sein…

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