Wenn alle Stricke reißen

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Das Leben ist kompliziert, manchmal zu kompliziert. Zwischen all dem „kommt drauf an“ und „kann man nicht sicher sagen“ und „hat sich geändert“ suche ich Orientierung, einen Fixpunkt. Ich wünsche mir einfache, klare Wahrheiten, an denen ich mich festhalten kann, wenn alle Stricke reißen.

Das ist im Leben so. Und das ist auch im Glauben so. Auch Gottvertrauen kann bisweilen kompliziert sein. Auch Christinnen und Christen müssen sich auseinandersetzen mit den komplizierten Fragen unserer Zeit und feststellen, dass die Bibel eben kein Regelbuch ist mit Pauschallösungen für alle Lebenslagen. Auch glaubende Menschen erleben Unsicherheit und Zweifel: Stimmt es wirklich, dass Gott mich liebt? Auch dann, wenn meine Lebensumstände gerade alles andere als positiv sind? Auch dann, wenn ich Gottes Zuwendung innerlich nicht spüren kann?

Ich glaube, Gott verzweifelt nicht an meinen Zweifeln. Er wusste, dass das passieren würde, dass es beim Leben in unserer wechselhaften Welt unvermeidbar ist. Deshalb hat Gott für Orientierung gesorgt, einen Fixpunkt für mein Vertrauen geschaffen. Mitten in meine Fragen und Zweifel hinein hat Gott einen Pflock eingeschlagen.

Besser gesagt: Ein Kreuz.

Wenn alle Stricke reißen, wenn mein Leben zu kompliziert geworden ist und mein Glaube auch, dann ist das Kreuz von Jesus der Fixpunkt, an dem ich mich festhalten kann. In den Worten von Johannes, einem guten Freund von Jesus, nachzulesen im Neuen Testament (1. Johannes 4,9):

Gottes Liebe zu uns ist daran sichtbar geworden, dass Gott seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, um uns durch ihn das Leben zu geben.

Manchmal weiß ich nicht viel mehr als das. Aber wenn alle Stricke reißen, dann muss ich auch nicht mehr wissen als das: Gott liebt mich, denn Jesus kam für mich.

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