Wer von Gottes Spielregeln profitiert

Wie muss man eigentlich sein, um im Leben erfolgreich zu sein? Welcher Typ Mensch bringt es besonders weit?
Vor kurzem habe ich ein Interview mit einem Karriereberater gelesen. Der rät allen Berufstätigen ganz offen: „Wer vorankommen will, muss aggressiv auftreten.“ Die wenigsten Eltern erziehen ihre Kinder offen zu einer „Ellbogen-Mentalität“. Aber sich durchsetzen – das soll der eigene Nachwuchs dann schon können.
Was ist eigentlich mit den Anderen? Mit denen, die beim Durchsetzen der Gewinner hinten runter fallen? Was ist mit denen, die fachlich gut sind, sich fleißig bemühen, anderen helfen – und doch am Ende übergangen werden? Gehört „Sich durchsetzen“ nicht zu unserer Welt und ihren Spielregeln?
Ja, vielleicht – aber in der Welt Gottes ist das anders. Bei Gott zählt „Durchsetzen“ nichts, und es bringt auch nichts. Im Gegenteil. In Psalm 68 heißt es: Die Gerechten aber freuen sich und sind fröhlich vor Gott und freuen sich von Herzen.
„Die Gerechten“ – das sind die, die Gott richtig gut findet. Die mehr an Gottes Anerkennung interessiert sind als am Sieg über andere Menschen. Die sich nicht um jeden Preis durchsetzen können oder wollen. Später im Psalm heißt es: Gott ist ein „Vater der Waisen“, ein „Helfer der Witwen“. Gott „bringt die Einsamen nach Hause“ und führt „die Gefangenen heraus“.
Die, die sich nicht auf Kosten anderer durchsetzen, haben bei Gott Grund zur Freude. Das ist seine Welt. Das sind seine Spielregeln. Gut, dass sich Gottes Welt und Gottes Spielregeln am Ende durchsetzen werden!
(erschienen in der Sendereihe Anstoß bei ERF Plus)

Schreibe einen Kommentar