Weihnachtsglanz und Gelbe Säcke

Neulich auf dem Weg in den Hauskreis: Das Nachbarhaus unserer Freunde war hell erleuchtet – mit den obligatorischen Outdoor-Weihnachts-Lichter-Girlanden. Jeder der sorgsam in einer Linie ausgerichteten Ziersträucher im Vorgarten war in ein Ensemble funkelnder Lichter verwandelt worden. Sehr stimmungsvoll!
Der vorderste Strauch beleuchtete aber nicht nur die Nacht – sondern auch ein durchsichtiges Stück gelbes Plastik. Beim näheren Hinsehen entpuppte sich die ungewöhliche Dekoration als die übliche Plastikmüllsammelverpackung – ein gelber Sack. Wie der Mond von der Sonne angestrahlt wird, glühte das sackgewordene Umweltbewusstsein der Hauseigentümer mattgelb im Dunkeln.
Irgendwie ein sehr passendes Bild für mein Leben, finde ich: Ich schmücke mich mit positiven Seiten, Talenten, Errungenschaften, Erfolgen. Die nicht nur nett aussehen, in einer geraden Linie angeordnet sind, sondern auch für jedermann weithin sichtbar leuchten. Und gleichzeitig lässt sich der Müll meines Lebens nicht wirklich vermeiden: Er muss raus, vorne an die Strasse, zum Abholen. Vergebung bleibt nötig. Ich brauche meinen Gott, der seine Kinder nicht nur ermutigt („lasst euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie eure guten Taten sehen und euren Vater im Himmel preisen“) – sondern der für den Müll meines Lebens da ist.
Einmal und immer wieder. Und manchmal mitten drin in allem Hellen, Leuchtenden, Strahlenden.

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  1. Gertraud Horak

    Hallo, Herr Dechert,
    zuerst möchte ich Ihnen danken für das Hinterfragen von so manchen Platitüden bei Ihren Interviews in Bibel TV.
    Mein eigentlicher Kommentar betrifft Ihr letztes Interview vom 9.12. über Leiterschaft mit einem Pastor, der wieder einmal die „bedingungslose“ Liebe Gottes erwähnt hat. Wenn Gott tatsächlich bedingungslos lieben würde, müsste er allen Gottlosen, Gottesleugnern, Verbrechern, Vergewaltigern etc. etc. ohne Reue und Umkehr das ewige Leben schenken! Das wäre bedingungslose Liebe! Und dann hätte auch unser Herr Jesus Christus für unsere Sünden nicht sterben müssen, da uns ja Gott in seiner „bedingungslosen“ (auch oft „unendlichen“) Liebe alle unsere Sünden ohnehin schon vergeben hätte. Gott liebt uns so sehr, dass er seinen Sohn für uns gegeben hat, aber er liebt uns nicht bedingungslos (oder unendlich – was aufs Selbe rauskommt).
    Machen Sie doch bitte diesen Leuten diese Zusammenhänge klar, damit sie nicht derartigen Unsinn daherquatschen.
    Herzlichst G. Horak

  2. Gertraud Horak

    Hallo, Herr Dechert,
    zuerst möchte ich Ihnen danken für das Hinterfragen von so manchen Platitüden bei Ihren Interviews in Bibel TV.
    Mein eigentlicher Kommentar betrifft Ihr letztes Interview vom 9.12. über Leiterschaft mit einem Pastor, der wieder einmal die „bedingungslose“ Liebe Gottes erwähnt hat. Wenn Gott tatsächlich bedingungslos lieben würde, müsste er allen Gottlosen, Gottesleugnern, Verbrechern, Vergewaltigern etc. etc. ohne Reue und Umkehr das ewige Leben schenken! Das wäre bedingungslose Liebe! Und dann hätte auch unser Herr Jesus Christus für unsere Sünden nicht sterben müssen, da uns ja Gott in seiner „bedingungslosen“ (auch oft „unendlichen“) Liebe alle unsere Sünden ohnehin schon vergeben hätte. Gott liebt uns so sehr, dass er seinen Sohn für uns gegeben hat, aber er liebt uns nicht bedingungslos (oder unendlich – was aufs Selbe rauskommt).
    Machen Sie doch bitte diesen Leuten diese Zusammenhänge klar, damit sie nicht derartigen Unsinn daherquatschen.
    Herzlichst G. Horak

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