Corona: Wofür wir Christen jetzt einstehen müssen

Wir leben in einer Zeit tiefer Verunsicherung. Im März hat die erste Corona-Welle unser ganzes Land in Schockstarre versetzt. Im Sommer haben wir gedacht, wir hätten alles im Griff. Und jetzt, im November, nimmt die Pandemie neue Fahrt auf – und mit ihr kommen neue Einschränkungen. Niemand weiß, wie sich die nächsten Wochen politisch und wirtschaftlich auf uns alle auswirken werden. Und niemand kann garantieren, dass wir in den Wintermonaten nicht doch viele Menschen verlieren werden.

Die Pandemie legt erbarmungslos die Bruchlinien und Unterströmungen in unseren Haltungen und Überzeugungen offen – in unseren Betrieben und Kirchengemeinden, unseren Familien und Freundeskreisen. Viele sind wund gerieben zwischen moralisierender Belehrung, arroganter Besserwisserei und rücksichtlosem Egoismus. Viele sind ausgelaugt von immer neuen Sondersendungen, immer neuen Regeln und immer neuer Bitterkeit in sozialen Netzwerken. Viele sind aufgewühlt von Meinungsmachern und Wichtigtuern, Welterklärern und Verschwörungspredigern.

Und mittendrin: Wir Christen. Mittendrin: Auch ich. Mittendrin müssen wir Christen für etwas einstehen. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Wir Christen müssen jetzt einstehen für Besonnenheit. Verunsicherung bedeutet immer auch Verführbarkeit. Menschen geraten in ihrem Herzen, Gedanken und Verhaltensweisen auf Irrwege, lassen sich treiben und aufpeitschen. Wer bewahrt jetzt einen kühlen Kopf, wer verweigert sich einfachen Erklärungen, wer steht jetzt ein für Besonnenheit?

Wir Christen müssen jetzt einstehen für Barmherzigkeit. Miteinander gerät immer mehr zum Gegeneinander, Rücksichtnahme mit den Ängstlichen und Schwachen steht gegen Rechthaberei der Starken. Wer sieht hinter Angst, Überforderung und Besserwisserei immer noch ein Gegenüber, hinter dramatischen Zahlen die Würde des einzelnen Menschen? Wer steht jetzt ein für Barmherzigkeit?

Und wir Christen müssen jetzt einstehen für Hoffnung. Eine Hoffnung, die sich diese Welt nicht selbst geben kann. Eine Hoffnung, die weit über das über das hinausgeht, was menschlich verstehbar oder machbar ist. Wir Christen wissen, dass es diese Hoffnung gibt. Wir erleben, dass diese Hoffnung eine Person ist: Jesus Christus. Wir wissen um seine unsichtbare Gegenwart mitten in einer unsicheren Zeit. Wir leben von seiner Kraft mitten in der Krise. Wir beten um seinen Frieden, den diese Welt sich nicht selbst geben kann, aber so dringend braucht.

Besonnenheit, Barmherzigkeit, Hoffnung – dafür müssen wir Christen jetzt einstehen. Und dafür stehen wir ein bei ERF Medien. Mit unseren Medienangeboten halten wir Besonnenheit, Barmherzigkeit und Hoffnung hoch. Danke, wenn Sie uns dabei aktiv unterstützen durch Ihr Weitersagen, Ihr Gebet oder Ihre Spende.

Aber vor allem: Verlieren Sie nicht den Mut! Bleiben Sie bewahrt und zuversichtlich! Und stehen Sie mit uns ein für Besonnenheit, Barmherzigkeit und Hoffnung!

Jörg Dechert
Vorstandsvorsitzender ERF Medien

www.erf.de/corona

1 Antwort
  1. Jutta Weiß

    Ja, es gibt den Frieden, den die Welt nicht geben kann, der die Welt übersteigt! Diesen hat Jesus gelehrt, als er als Wanderprediger durch Galiläa und Judäa streifte … Andererseits beobachte ich, dass die salbungsvollen Worte nicht (mehr) verstanden werden oder noch nie verstanden worden sind? Wozu soll man, wurde ich unlängst gefragt, auf einen Frieden hoffen, den die Welt doch nicht geben kann? Hier bleiben die Amtskirchen eine Antwort schuldig und bleiben bei der Hoffnung auf diesen unerreichbar scheinenden Frieden stehen. Selbst die Hoffnung wird in eine himmlische Sphäre entrückt. – Ich kann gut verstehen, dass es in den Ohren von Menschen hohl klingt, wenn die Kirchen von Frieden und Hoffnung sprechen, den sich die Welt nicht selbst geben kann.

    Jesus hat nicht gelehrt, in Passivität auf seinen Frieden zu harren. Als jüdischer Rabbi hat er Menschen, die für Gott offen waren, in einen Sinneswandel geführt. Dabei geht es darum, aktiv den Fokus weg von der sichtbaren Welt aller hin zur unsichtbaren Innenwelt des Einzelnen zu wenden. Denn es ist unsere Innenwelt, die unsere Aufmerksamkeit benötigt, soll sich von innen her Wandlung in der Welt ereignen. Denn in unserer Innenwelt sind Angst und Egoismus als Verhaltensmuster geprägt, die der Besonnenheit und Barmherzigkeit entgegenstehen. Mit diesen Prägungen gilt es, sich auseinanderzusetzen. Es gilt, unser Inneres zu befrieden, damit die Welt friedlicher werden kann. Dann kann auch der Friede Gottes, erfahren werden. In uns. Und in der Welt.

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