Vom Pferd gefallen

Eher augenzwinkernd wirft Astrid Eichler eine Frage auf, die mir noch läger nachhängt:

Wir Christen sind gut darin, auf der einen oder der anderen Seite vom Pferd zu fallen. Und Gott ist sehr beschäftigt damit, uns immer wieder in den Sattel zu heben…

Da ist viel Wahres dran, finde ich, besonders auch was die Rolle von Frauen im Reich Gottesangeht…

Klar, wir wollen „sola scriptura“ leben, nur auf Basis der Bibel allein. Und doch leben wir mitten im Spannungsfeld unserer Gesellschaft, sind mehr von eigenen Traditionen und Auslegungsgeschichte geprägt als uns lieb ist, sind verletzt durch alle möglichen Aktivisten (die lieber auf der richtigen Seite stehen wollen als „einander höher zu achten als sich selbst“). Astrid Eichler sagt:

Der Schlüssel liegt in jedem Fall nicht in Macht, sondern in Demut.

Unsere Gesellschaft wird kaum davon bewegt und beeindruckt sein, dass wir über das Thema „Frauen in der Gemeinde“ nachdenken. Aber wie wir das tun, spricht Bände darüber, ws Nachfolge Jesu bedeutet. Das ist die wahre Herausforderung…

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Kann Gott tanzen?

Beeindruckendes Interview und Tanz-Performance mit der ehemaligen Leiterin des „Dance Ministry“gesehen. Früher waren Malerei, Musik, … Kunst ganz allgemein vor allem auch Ausdruck vom Lob Gottes und Kommunikationsmittel für Theologie.

Was ist da heute eigentlich gekippt? Warum gibt es so tief in vielen Christen und Gemeinden einen Reflex, sich von künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten möglichst entschieden abzugrenzen anstatt Kunst und künstlerische Gaben wiederzuentdecken und für Gottes Ziele einzusetzen, ihr seine Stimme zu verleihen?

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Gottes Spiegel

Langer Vortrag heute nachmittag von Nancy Ortberg über geistliche Gaben. Sehr kompakt, sehr viel Information – und trotzdem irgendwie anders als die üblichen Abhandlungen über Gottes Dienstgeschenke an seine Gemeinde…. Nancy zieht engagiert gegen den christlichen Mythos zu Felde, „wir müssten das Gegenteil von dem tun was uns Spaß macht, um im Zentrum des Willens Gottes zu sein“.

Habe mich schon viel mit dem Thema „Geistesgaben“ auseinandergesetzt, aber irgendwie ist mir neu klar geworden: Geistesgaben sind nicht nur ein nettes „Giveaway“ von Gott, sondern wir müssen wir für ihren Einsatz (oder Nicht-Einsatz) eines Tages persönlich Rechenschaft vor ihm ablegen. Wir haben nur eine begrenzte Anzahl „Ja“’s in unserem Leben – und jedesmal wenn wir „Ja“ zu einem Bereich sagen, für den wir gar nicht begabt sind, sagen wir „Nein“ zu den Gaben, die Gott uns wirklich anvertraut hat.

Jede Geistesgabe ist immer auch ein Stück Spiegel von Gottes Wesen, und er hat Freude daran, wenn wir sie einsetzen. Um es mit Nancy zu sagen:

„Using our spirtual gift connects us to the pleasure of God. Never underestimate someone operating out of his (or her) spiritual gift…“

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