Die beste Frage, die du heute stellen kannst

Menschen fragen. Den ganzen Tag lang. Immer wieder. Wir fragen nach dem Wetter oder dem Weg. Wir fragen unsere Kinder, wie es heute in der Schule war. Wir fragen unsere Eltern, wie es ihnen gesundheitlich geht. Wir fragen uns selbst, wie wir alles schaffen sollen, was heute ansteht.

Dabei stellen wir die wichtigsten Fragen am seltensten: Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin? Welches Leben leben wir in der Zwischenzeit?

Ich glaube, alle kleinen und großen Entscheidungen des heutigen Tages, alle meine Wünsche und Sorgen – all das zielt darauf, ein wirklich gutes Leben zu leben. Ein wahres Leben.

Jemand, der bewusst auf der Suche war nach diesem Leben, war Johannes. Er hat darüber in einem Brief geschrieben, der danach Teil der Bibel geworden ist. Dort heißt es:  Das Leben ist erschienen; das können wir bezeugen. Wir haben es gesehen, und wir verkünden es euch – das ewige Leben (1. Johannes 1,2).

Mit „das Leben“ ist hier Jesus gemeint. Den hat Johannes vor 2000 Jahren hautnah erlebt – und er kann nicht anders, als davon zu schwärmen, wie Jesus geredet und gehandelt hat. Johannes sagt: „Dieser Jesus ist das wahre Leben in Person“. Jesus ist der, der das wahre Leben lebt und allen schenkt, die es haben möchten. Jesus kennt sich mit dem wahren Leben aus.

Deshalb ist es eine der besten Fragen, die ich heute in einem einfachen Gebet formulieren kann: „Jesus, wie sieht heute das wahre Leben für mich aus?“. Das ist nur eine einfache, kleine Frage. Aber sie könnte den entscheidenden Unterschied ausmachen für den heutigen Tag. Und vielleicht auch weit darüber hinaus.

(erschienen in der Sendereihe Anstoß bei ERF Plus)

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Warum gute Entscheidungen manchmal schlecht ausgehen

Zu den intensivsten Lebensphasen gehören für mich immer die Zeiten vor großen Entscheidungen. Das ist nicht nur im persönlichen Bereich so: In vielen Teams, Gruppen oder Firmen wird viel Aufwand investiert, um eine gute Entscheidung zu treffen. Marktanalysen, Brainstorming, Ideenwerkstatt, Strategie-Workshops… und die Management-Literatur ist voll mit Hilfen und Hinweisen, eine gute Entscheidung zu treffen.

Wenn Verantwortungsträger so viel Zeit in gute Entscheidungen stecken – warum gehen sie dann manchmal trotzdem schlecht aus? Waren nicht genug Kollegen beim Brainstorming anwesend? Hätte die Gruppe noch gründlicher analysieren sollen? War die Strategie nicht weit genug vorausgedacht? Oder hat der Rest der Welt, den man nicht unter Kontrolle hat und nie hatte, einfach nicht mitgespielt?

Manchmal gehen gute Entscheidungen schlecht aus – und es liegt gar nicht an der Entscheidung. Sondern an ihrer Ausgestaltung und Umsetzung. Die meisten Menschen tendieren dazu, 90% ihrer Aufmerksamkeit und Energie bei einer Entscheidung in das Auswählen der richtigen Option zu investieren. Für die Umsetzung der Entscheidung bleiben dann nur noch 10% übrig. Und das ist manchmal zuwenig – selbst wenn man vorher tatsächlich die „richtige“ Option ausgewählt hatte.

Pastor und Organisationsberater T.J. Addington postuliert sogar: Für eine Organisation ist es besser, eine schwache Entscheidung gut umsetzen, als eine gute Entscheidung schwach umzusetzen.

Zu radikal? Vielleicht. Aber vielleicht auch ein Anstoß, bei der nächsten Entscheidung nicht so viel Angst um die Auswahl der richtigen Option zu haben – und dafür mehr Energie zu investieren, aus der einmal getroffenen Entscheidung hinterher etwas richtig Gutes zu machen.

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Wie Gott durch Umwege führt

Waren Sie schon einmal Bergwandern? Sie atmen glasklare Luft, die Sonne scheint vom blitzblauen Himmel, majestätisch ragt der Berg vor Ihnen auf.  Ganz oben glitzert das Gipfelkreuz , gerade schon mit bloßem Auge zu erkennen. Motiviert und entschlossen wandern Sie los. Am liebsten würden Sie direkt und geradeaus dem Gipfel entgegen klettern.

Aber dann macht der markierte Wanderweg eine Biegung. Und noch eine. Danach führt der Weg gar nicht mehr geradewegs auf den Gipfel zu, sondern windet sich langsam und kurvenreich in Serpentinen nach oben. Ein Umweg.

Die wenigsten Menschen mögen Umwege. Ich nicht. Umwege sind mir lästig, zu umständlich. Am liebsten würde ich den geraden Weg antreten, die Steigerung direkt anpacken, die vor mir liegt. (mehr …)

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