Nichts anzuziehen?

Die Ehefrau steht vor dem prall gefüllten Kleiderschrank und seufzt: „Schatz, ich habe überhaupt nichts anzuziehen“. Und ihr Mann antwortet: „Wieso, der ganze Schrank ist doch voll?!“

Das ist ein Klischee. In Wahrheit sorgen sich Männer und Frauen nämlich gleichermaßen: Was soll ich anziehen? Wo sollen wir Urlaub machen? Welches Handy soll ich kaufen? Und dabei treibt uns meistens weniger die nackte Not als die Qual der Wahl.

Sorge hängt nicht an Armut oder Überfluss, sondern daran, dass wir so gerne alles im Griff und unter Kontrolle haben. Dass wir am liebsten auch das Morgen heute schon regeln.

Aber das geht nicht, denn jeder Tag stellt neu die Vertrauensfrage. Erklärt Jesus seinen Freunden in Matthäus 6:

Warum sorgt ihr euch um eure Kleider? Schaut die Lilien an und wie sie wachsen. Sie arbeiten nicht und nähen sich keine Kleider. Trotzdem war selbst König Salomo in seiner ganzen Pracht nicht so herrlich gekleidet wie sie. Wenn sich Gott so wunderbar um die Blumen kümmert, die heute aufblühen und schon morgen wieder verwelkt sind, wie viel mehr kümmert er sich dann um euch?

Jesus meint damit: Ihr habt zwei Möglichkeiten. Ihr könnt eure Zukunft entweder euren Sorgen anvertrauen – oder der Fürsorge Gottes, der sich um euch kümmert.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber mir leuchtet das ein. Und ich entscheide mich für heute hiermit gegen die Sorge – und für das Gottvertrauen.

Wie entscheiden Sie sich?

 

(erschienen in der Sendereihe Anstoß bei ERF Plus)

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Was christliche Digitalangebote bewegen und woran sie scheitern

„Digitalisierung“ ist in aller Munde. Joachim Stängle bezeichnet sie für die „voraussichtlich letzte Chance der Volkskirchen„. Ich bin überzeugt, dass die Zukunft der Gemeinde Jesu im kirchengeschichtlichen Horizont nicht von menschlicher Technologie abhängt. Aber es ist für mich schon die Frage, ob eine Kirche (oder Gemeinde oder christliche Organisation) durch ihren Umgang mit Chancen und Risiken der Digitalisierung an Relevanz gewinnt oder an Relevanz verliert. Beides halte ich für grundsätzlich möglich, und deshalb arbeiten wir bei ERF Medien mit Nachdruck daran, unsere Medienangebote wie auch unsere internen Abläufe zu digitalisieren und dann ab 2020 auch baulich in unserem komplett neuen Medienhaus das nächste Kapitel der 60-jährigen Werksgeschichte aufzuschlagen.

In meinen inzwischen fast 20 Jahren Berufserfahrung mit christlichen digitalen Medienangeboten habe ich Beispiele für beides gesehen: Christliche Digitalangebote, die etwas bewegen – und solche, die gescheitert sind. An einigen dieser Projekte – erfolgreichen wie gescheiterten – war ich selbst aktiv beteiligt. Meine ganz persönlichen Erfahrungen und Schlussfolgerungen über Ursachen für Erfolg und Misserfolg christlicher Digitalangebote habe ich zu einem Vortrag auf der Gott@Digital-Konferenz am 15. September 2018 in Darmstadt verarbeitet:

 

 

Wer sich mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert sieht, den möchte ich schon jetzt auf eine Folgekonferenz 2019 hinweisen. Sobald Termin und Ort definitiv feststehen, gibt’s mehr Informationen unter gottdigital.de .

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