Herzschlag des Gottvertrauens

Haben Sie schon einmal bei einer Hotline angerufen? Vielleicht weil Ihre Waschmaschine kaputt gegangen ist, oder weil Sie Fragen zu Ihrer Autoversicherung hatten?

Wenn ich von meiner eigenen Erfahrung auf Ihre schließen darf, dann war Ihr Anruf bei der Hotline kein reines Vergnügen. Was kann man da nicht alles erleben: Unzählige Anrufversuche und endlose Wartezeiten. Sachbearbeiter, die nicht richtig zuhören. Und manchmal habe ich schon unverrichteter Dinge wieder aufgelegt.

Ich glaube, dass manche Menschen so über das Beten denken. Oder solche schlechten Erfahrungen mit dem Beten gemacht haben. Vielleicht kennen Sie das. Vielleicht haben Sie jahrelang für dasselbe Anliegen gebetet und endlos gewartet. Vielleicht hatten Sie den Eindruck, Gott hört ihnen nicht richtig zu. Vielleicht haben Sie schon „aufgelegt“, das Beten aufgegeben.

Ich möchte Ihnen heute Mut machen, neu mit dem Gebet zu starten. Oder dranzubleiben und das Gebet nicht aufzugeben. Warum? Weil ich glaube, dass wir – Sie und ich – noch nicht das volle Potential des Betens erlebt haben. Davon bin ich wirklich überzeugt.

Ich schreibe das nicht, weil mein eigenes Gebetsleben so intensiv, lebendig und weltverändernd wäre. Glauben Sie mir, da bin ich genau so ein Lernender wie jeder andere.

Ich schreibe das, weil ich bei Jesus eine unglaublich entspannte, persönliche und intensive Vertrauensbeziehung zu seinem Vater im Himmel entdecke. Und weil Jesus alle Menschen – auch Sie und mich – dazu eingeladen und herausgefordert hat, Gott ebenfalls so vertrauen zu lernen.

Der Herzschlag dieses Gottvertrauens ist das Beten. Das ist nichts, was man einmal lernt und dann verrichtet. Beten braucht ein ganzes Menschenleben, um zu wachsen und sich zu entfalten.

Dazu fordert Jesus uns heraus. Und dazu fordere ich Sie heraus – Lassen Sie sich drauf ein?

 

(erschienen im Medienmagazin ERF ANTENNE 01-02/2018)

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Zum neuen Jahr 2018

Wie wäre das, in einem Land zu leben, in dem Trinkwasser knapp ist? Vielleicht irgendwo in einer afrikanischen Wüste oder in einer asiatischen Steppe? An einem Ort, wo ich nicht einfach wie bei uns in Mitteleuropa den Wasserhahn aufdrehen kann, um zu trinken, zu duschen, zu kochen, Pflanzen zu gießen oder Wäsche zu waschen?

 Wenn ich mir ein solches Land bildlich vorstelle, dann und erst dann vermag ich wirklich zu schätzen, was im Neuen Testament in Offenbarung 21,6 gemeint ist, wo es wörtlich heißt:

 Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.

 Das ist der Leitvers, der über dem neuen Jahr 2018 ausgelost worden ist. Es ist das Versprechen Gottes für alle Menschen, die ihm ihr Vertrauen schenken.

 Und ich überlege, welcher Durst das zu Ende gehende Jahr 2017 geprägt hat: Vielleicht der Durst nach Erfüllung? Der Durst nach neuer Kraft? Oder der Durst nach einer neuen Perspektive?

 Wie auch immer mein Durst im Jahr 2017 ausgesehen haben mag – mit seinem Versprechen bittet Gott für das neue Jahr 2018 neu um meine Aufmerksamkeit und mein Vertrauen. Und er erklärt seinen Willen, auch im neuen Jahr den Durst meines Lebens zu beantworten, nicht mit Brackwasser, sondern mit „lebendigem Wasser“. Nicht als Gegenleistung für mein Bemühen, sondern „umsonst“.

 „Ich will…“, sagt Gott – nehme ich dieses Versprechen Gottes mit ins neue Jahr? Kann und will ich Gott mein Vertrauen schenken, dass er meinen Durst stillen wird?

 Was mich angeht – ich möchte diesem Gott im neuen Jahr neu begegnen. Und erleben, wie er den Durst der Seele wirklich stillt.

 Ein gesegnetes neues Jahr 2018!

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Gott für Arme

Was hat Gott mit Geld zu tun?

Vor zweitausend Jahren, zur Zeit von Jesus, haben die Leute Gott und Geld oft zusammen gedacht. Die Reichen hatten es in den Augen der Armen geschafft – nicht nur hier auf der Erde, sondern auch in den Himmel.

Aber dann tritt Jesus auf den Plan, der Zimmermannssohn aus der Provinz. Jesus gehört nicht zu den Angesehen und Reichen, nicht zur religiösen Führungselite. Und die Leute fragen ihn: „Bist du wirklich der Sohn Gottes? Woran sollen wir erkennen, dass Gott wirklich durch dich am Werk ist?“

Im Matthäusevangelium in Kapitel 11 können wir nachlesen, wie Jesus auf diese Frage antwortet. Er erklärt ihnen: „Schaut euch doch an, was passiert. Schaut euch an, was Gott durch mich tut!“

Und dann zählt Jesus auf: Blinde sehen. Lahme gehen. Aussätzige werden geheilt. Taube hören. Tote werden auferweckt. Alles spektakulär, aber ich glaube für die Leute nicht wirklich überraschend. Aber dann, als Letztes, kommt das Unerwartete: Den Armen wird Gottes gute Botschaft verkündet.

Jesus sagt: Denen ohne Ansehen und Reichtum, denen, die von Gott nichts zu erwarten hatten, denen gilt die gute Nachricht. Gott steht nicht auf der Seite der Sieger, er wendet sich den Verlierern zu.

Gott kann man eben nicht kaufen. Aber das braucht man auch nicht, denn Gottes Zuwendung gibt es kostenfrei für alle, die ihre Hoffnung auf ihn setzen.

Das ist wirklich eine gute Nachricht – für alle.

 

(erschienen in der Sendereihe Anstoß bei ERF Plus)

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