Wofür sterben?

Jesus malt einmal das Bild von einer Herde Schafe (in Johannes 10): Die einen Schafe werden von Pächtern gegen Geld gehütet. Sie machen ihren Job einigermaßen ordentlich, solange alles gut läuft. Aber sobald Gefahr heraufzieht und die Schafe von Räubern oder wilden Tieren bedroht sind, fliehen die Pächter: Das Risiko, das Opfer – es ist ihnen zu groß. Ganz anders die Besitzer der Schafe: Sie verteidigen sie mit ihrem ganzen Einsatz und riskieren ihr Leben für das Wohlergehen der Schafe.

Bill Hybels greift dieses Bild heute auf dem Willow Creek Kongress in Oberhausen auf, und konfrontiert Leiter mit der zugespitzten Frage: „Wofür würdest du sterben?“ Wie sehr machst du dir die Vision für deine Gemeinde, für deine Organisation, für deine Firma zu eigen? Wie weit wirst du dein Engagement aufrechterhalten, wenn Gefahr heraufzieht, Entmutigung aufkommt, die Vision bedroht wird?

Die Mitarbeiter, so Hybels, werden einen Leiter immer wieder bewusst oder unbewusst daraufhin testen, wie ernst er seine eigene Vision nimmt. Und kein Mitarbeiter, keine Gemeinde, keine Organisation wird stärker an eine Vision hingegeben sein als ihre Leiter.

Bin ich ein Pächter oder ein Besitzer?

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Kleine Dinge

George MacDonald sagt über Glauben sinngemäß:

 Glauben bedeutet, einmal am Tag etwas nur deshalb zu tun, weil Jesus es gesagt hat.

Klar – meine Motive sind immer gemischt. Finde ich etwas einleuchtend, tun es die anderen auch, bin ich etwas gewohnt usw. Aber bedeutet Glauben nicht letztlich genau das: Auch in den kleinen Dingen des Alltags darauf vertrauen, dass Jesus recht hat. Und danach handeln?

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Glaube und Zweifel

Beschäftige mich gerade intensiv mit dem Thema „Glaube und Zweifel“ – und viele andere anscheinend auch: Auf ein entsprechendes Posting von Scot McKnight antworten rund 100 Leute. Anscheinend ein relevantes Thema bei Christen. Bei meinen Recherchen bin ich über ein witziges Zitat von Kim Engelmann gestolpert, das mich sehr nachdenklich macht:

Viele Menschen am Rand der Kirche zweifeln – und wissen nicht warum.
Viele Menschen in der Kirche glauben – und wissen nicht warum.

Wie kommen wir eigentlich auf die Idee, wir würden bei der Suche nach Wahrheit irgendetwas anders finden als den „Weg, die Wahrheit und das Leben“ – Jesus selbst?

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